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Andacht vom 09.12.2011:

Er hat den Schuldbrief getilgt, der mit seinen Forderungen gegen uns war, und hat ihn weggetan und an das Kreuz geheftet. Kolosser 2,14

Im Laufe der Finanzkrise mussten wir uns an ziemlich eigenartige Ausdrücke gewöhnen. Neben dem üblichen Krisenvokabular wie Schulden, Insolvenz oder Bankenrettungsplan tauchte der Begriff des "toxischen Papiers" auf. Darunter versteht man Wertpapiere, die ein extrem hohes Verlustrisiko haben, weil sie sich aus Schuldverschreibungen zusammensetzen, die häufig nicht beglichen werden können. Es sind gebündelte Schuldbriefe. Inzwischen haben diese "giftigen" Wertpapiere die Bilanzen der Geldinstitute ruiniert. So entstand die Weltfinanzkrise, deren Folgen wir alle zu spüren bekamen. Eine Rettungsmaßnahme bestand darin, diese Papiere an eine "Bad Bank" auszulagern und so die Bilanzen der Banken zu bereinigen.

Das erinnert an die alttestamentliche Vorgehensweise, bei der die moralische Schuld (die Sünden) des damaligen Volkes Israel durch den Hohenpriester symbolisch auf einen "Sündenbock" übertragen wurden, den man in die Wüste jagte.

Jeder von uns hat ein "toxisches Papier", ob er nun Geld angelegt hat oder nicht. Es ist der Schuldbrief der Sünde, der dadurch entstand, dass wir an Gott und unseren Mitmenschen schuldig geworden sind. Diese Schuld, so sagt es die Bibel, können wir nicht "abzahlen", so wichtig eine Versöhnung nach einem Streit auch ist. Oft bleiben Narben zurück, die uns daran erinnern, dass wir weder ganz geheilt noch moralisch vollkommen sind.

Die gute Nachricht lautet, dass wir jemanden haben, der diese Schuld für uns getilgt hat. Es ist Gott selbst, der sich einen "Menschenrettungsplan" ausgedacht und in die Tat umgesetzt hat. Durch den Tod Jesu Christi sind wir von unserem "toxischen Papier" befreit, denn er hat den Schuldbrief "an das Kreuz geheftet" und damit die Schuld beglichen, wie Paulus im Andachtstext versicherte.

Wie geht es nun nach dieser "Entschuldung" weiter? Die Finanzmärkte bekommen neue Regeln, damit sich diese Krise nicht wiederholt. Und auch wir Menschen sind aufgefordert, nach den Regeln Christi zu leben. Das wichtigste Prinzip dabei ist, Gott über alles zu lieben und unseren Mitmenschen wie uns selbst (Lk 10,27). Wenn wir das beherzigen, zeigen wir, dass wir die richtigen Konsequenzen aus unserer "Schuldenkrise" gezogen haben.

Thomas Lobitz

Quelle: Andachtsbuch des Advent-Verlags Lüneburg - mit freundlicher Genehmigung.

 

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