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Andacht vom 13.12.2011:

Und der HERR wandte das Geschick Hiobs, als er für seine Freunde Fürbitte tat. Und der HERR gab Hiob doppelt so viel, wie er gehabt hatte. Und es kamen zu ihm alle seine Brüder und Schwestern und alle, die ihn früher gekannt hatten, und aßen mit ihm in seinem Haus und sprachen ihm zu und trösteten ihn über alles Unglück, das der HERR über ihn hatte kommen lassen. Und ein jeder gab ihm ein Goldstück und einen goldenen Ring. Hiob 42,10.11

"Der Herr gab Hiob doppelt so viel, wie er gehabt hatte." Standen plötzlich auf wundersame Weise die verlorengegangenen Viehherden wieder quietschvergnügt und in doppelter Anzahl auf der Weide? Ein märchenhaftes Ende nach grauenvollen Geschehnissen? (Siehe Hiob 1,13-19.)

Dieser Text zeigt mir, dass Gottes Segen und Macht viel größer und umfassender sind, als ich es mir vorstellen kann. Gott gab Hiob nicht nur und als erstes seinen Reichtum zurück (Hiob 42,12). Hiobs Verlust umfasste ja nicht nur seinen verlorengegangen Besitz. Durch die dramatischen Ereignisse verlor er vor allem seinen Platz im sozialen Gefüge: Seine Frau wartete auf seinen Tod, seine Freunde beschuldigten ihn und das Volk verspottete ihn. Statt Trost erhielt Hiob Verurteilung, statt Hilfe erntete er Verachtung.

Gottes Segen und Handeln gestaltete sich selten in Form von übernatürlichen Ereignissen. Gott bewirkte ein viel größeres Wunder, indem sich das Denken der Mitmenschen Hiobs veränderte. Wo vorher nur einige wenige Freunde gekommen waren und noch Kritik an Hiob geübt hatten, besuchte nun jeder Angehörige und Bekannte Hiob. Sie spendeten ihm Trost, pflegten Gemeinschaft mit ihm, hörten ihm zu und brachten ihm Geschenke, die Hiob einen Neubeginn ermöglichten.

Auch wenn ich, wie Hiob, Gottes Handlungsweise oft nicht verstehe, ermutigt es mich dennoch, dass Gott Hiobs Verluste zum Anlass nahm, ihm noch größeren Reichtum zu schenken, als er zuvor gehabt hatte.

Der größte Segen jedoch, den Hiob erhielt, war nicht die Zuwendung der Familie und Nachbarn oder der neue Reichtum. Es war die neue Nähe zu Gott, die er durch seine Auseinandersetzung mit ihm und seinem Schicksal erlangte. Hiobs freudiges Bekenntnis lautete: "Ich hatte von dir nur vom Hörensagen vernommen; aber nun hat mein Auge dich gesehen." (Hiob 42,5)

Sandra Wagner

Quelle: Andachtsbuch des Advent-Verlags Lüneburg - mit freundlicher Genehmigung.

 

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