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Andacht vom 28.12.2011:

Du glaubst, dass (nur) einer Gott ist? Du tust recht; auch die Dämonen glauben und zittern. Jakobus 2,19 (Elberfelder Bibel)

Es gibt einen Glauben, der die Existenz Gottes anerkennt, aber nicht zu Gott führt. Glauben und glauben ist offenbar nicht dasselbe. Die Übersetzer stehen vor der schwierigen Aufgabe, für einen Begriff im Grundtext ein inhaltlich deckungsgleiches Wort in ihrer Sprache zu finden. "Und ist uns wohl begegnet, dass wir 14 Tage, drei, vier Wochen ein einziges Wort gesucht haben", berichtete Martin Luther über die Arbeit an seiner Bibelübersetzung.

Ähnlich wie ihm ging es einem Missionar, der die Bibel in die Sprache Ostafrikas, übersetzte. Ihm war bewusst, dass er das treffende Wort für "glauben" noch nicht gefunden hatte. Er hatte es bisher mit amini übersetzt, was "für wahr halten" bedeutet. Eines Tages beobachtete er, wie einigen Frauen böse Geister ausgetrieben werden sollten. Als man ihn erkannte, wurde der Exorzismus abgebrochen. Der Missionar folgte der Gruppe in ihr Dorf und suchte mit dem Dorfältesten, einem Halbaraber, ein Gespräch. Er fragte ihn: "Glaubt ihr an Gott?" Dabei benutzte er das Wort amini. "Wie kannst du mich nur so fragen, wir sind doch Islamiten. Dreimal täglich bekennen wir unseren Glauben an Gott." Jetzt wollte der Missionar wissen: "Warum herrschen dann noch böse Geister über euch, wenn ihr an Gott glaubt?" Die überraschende Antwort des Muslim: "Wir glauben an Gott [amini = mit dem Verstand], aber nicht von Herzen [tegemea]."

Endlich hatte der Missionar das gesuchte Wort gefunden: nicht nur mit dem Verstand glauben -das tun die Dämonen auch und zittern -, sondern auch mit dem Herzen. Das bedeutet: sich jemandem vertrauensvoll hinzugeben.

Der Glaube, der uns aus der Verlorenheit rettet und zum ewigen Leben führt, ist mehr als nur ein Zustimmen zu biblischen Wahrheiten. Er beinhaltet eine vertrauensvolle Beziehung zu Gott, die das Leben verändert. Als Jakobus schrieb, "Glaube, wenn er nicht Werke hat, [ist] tot in sich selber" (Jak 2,17), redete er nicht der Werkgerechtigkeit das Wort, sondern erklärte: Glaube ohne Früchte ist kein lebendiger Glaube. Jesus beschrieb es so: "An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen. Es werden nicht alle, die zu mir sagen: Herr, Herr!, in das Himmelreich kommen, sondern die den Willen tun meines Vaters im Himmel." (Mt 7,20.21)

Joachim Hildebrandt

Quelle: Andachtsbuch des Advent-Verlags Lüneburg - mit freundlicher Genehmigung.

 

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