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Andacht vom 10.06.2012:

Morgens und abends brachten die Raben [Elia] Brot und Fleisch, und seinen Durst stillte er am Bach. Nach einiger Zeit vertrocknete der Bach, denn es hatte schon lange nicht mehr geregnet. 1. Könige 17,6.7 (Hoffnung für alle)

Schon seit vielen Monaten brannte die Sonne vom Himmel. Das Weideland war braun und die Ernte vertrocknet. Der Prophet Elia saß am Ufer des Baches Krit und musste feststellen, wie er Woche für Woche weniger Wasser führte. Der Tag, an dem das Rinnsal ganz versiegte, war errechenbar. Konnte ein denkender Mensch einer solchen Entwicklung tatenlos zusehen? War es nicht an der Zeit, seinen Verstand einzuschalten und einen Ausweg zu suchen? Elia hielt aus, obwohl die Umstände eher dagegen sprachen. Es war doch naheliegend, dem Flussbett zu folgen, um an den Jordan zu kommen, der immer Wasser führte.

Die Zeit am Bach Krit stellte den Glauben des Propheten auf eine harte Probe, denn Gott hatte ihn dorthin beordert (V. 2-4). Zum einen erlebte er, wie ihn die Raben jeden Morgen und Abend mit Speise versorgten, zum anderen gefährdete der nach Null tendierende Wasserstand sein Leben. Beide Erfahrungen standen sich gegenüber.

In der Regel neigen wir dazu, zuerst den Mangel wahrzunehmen und die guten Gaben Gottes aus den Augen zu verlieren oder sie als Selbstverständlichkeiten anzusehen. Bei Elia war es anders: Er hielt trotz der sich verschärfenden Wasserknappheit aus, bis ihm Gott offenbarte, wie es weitergehen sollte (V. 8.9).

Auch wir kennen "vertrocknende Bäche". Einer kann "Verlust der Arbeit" heißen. Nur Betroffene wissen, wie es wirklich ist, wenn das reguläre Arbeitslosengeld ausläuft und der Gesetzgeber fordert, das vorhandene Vermögen offenzulegen. Später folgt die Aufforderung, sich eine kleinere Wohnung zu suchen. Andere Beispiele sind die abnehmenden Kräfte im Alter oder eine Krankheit, die ständig fortschreitet.

Wie mag Elia die Spannung ausgehalten haben? Gott hatte ihm versprochen, dass er für ihn sorgen will. Daran hielt er auch dann fest, als äußere Umstände dagegen sprachen. Dabei verlor er nicht den Blick für die immer noch sichtbaren Gnadenzuwendungen Gottes. Solltest du gerade an einem "vertrocknenden Bach" sitzen, dann denke an Elia. Er nahm nicht nur den sich verschärfenden Mangel wahr, sondern registrierte auch, wie Gott dennoch jeden Morgen und Abend für ihn sorgte.

Wilfried Krause

Quelle: Andachtsbuch des Advent-Verlags Lüneburg - mit freundlicher Genehmigung.

 

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