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Andacht vom 29.06.2012:

"So kommt denn und lasst uns miteinander rechten", spricht der HERR. "Wenn eure Sünde auch blutrot ist, soll sie doch schneeweiß werden, und wenn sie rot ist wie Scharlach, soll sie doch wie Wolle werden." Jesaja 1,18

"Lieber Herr Klingeberg, in einem Buch habe ich gelesen, dass Gott die Sünder liebt. Ich fühle mich aber gar nicht wie ein Sünder, sondern finde mich meistens eigentlich ganz in Ordnung ..." Im ersten Moment musste ich schmunzeln, aber dann bin ich doch ins Grübeln gekommen. Ist das nicht oft genug unsere Situation? Wir sind gläubige Menschen, und Gottes Gebote bedeuten uns was. Wir lügen und betrügen nicht, haben noch nie jemanden umgebracht, und unseren Zehnten zahlen wir obendrein. Nein, mit einem richtig "fetten" Sündenregister können wir beim besten Willen nicht dienen. Und das ist in der Tat ein ziemlich gutes Gefühl.

Doch dann ist es Jesus selbst, der uns aus unseren Illusionen reißt, indem er in der Bergpredigt unmissverständlich feststellt, dass "Sünde" nicht erst durch die böse Tat, sondern schon durch den entsprechenden Gedanken geschieht (siehe Mt 5,27; vgl. Mt 15,18-20). Und plötzlich ist sie ganz dahin, unsere vermeintliche Sündlosigkeit. Wenn dann noch hinzu kommt, dass jedes ärgerliche Wort uns "des höllischen Feuers" schuldig werden lässt (Mt 5,22), dann haben wir dem Herrn unterm Strich eine Menge zu beichten und müssen kleinlaut zugeben, dass der Apostel Paulus wohl doch Recht hat, wenn er im Römerbrief ganz kategorisch schreibt, dass wirklich alle Menschen Sünder sind (3,23).

Das muss man erst einmal "schlucken", und ich kann gut verstehen, dass mancher von uns sich damit schwer tut. Ein Glück, dass der Satz noch weiter geht, denn das Beste kommt zuletzt, und deshalb zitiere ich jetzt wörtlich: ". und werden ohne Verdienst gerecht aus [Gottes] Gnade, durch die Erlösung, die durch Jesus Christus geschehen ist." (V. 24) Die praktische Auswirkung davon ließ Gott schon lange vorher durch den Propheten Jesaja verkünden, wie wir in unserem Andachtstext gelesen haben: Vergebung all unserer Schuld und Sünden.

Keine Frage: Vor Gott stehen wir alle auf verlorenem Posten, ob uns das bewusst ist oder nicht. Aber weil Christus für uns gestorben ist, dürfen wir Erlösung, Hoffnung und Zukunft haben, wenn wir ihm unser Leben anvertrauen. Das ist wirklich Evangelium!

In dieser frohen Gewissheit wünsche ich dir und mir einen gesegneten Tag!

Friedhelm Klingeberg

Quelle: Andachtsbuch des Advent-Verlags Lüneburg - mit freundlicher Genehmigung.

 

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