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Andacht vom 06.07.2012:

Ich sitze oder liege, so bist du um mich und siehst alle meine Wege. Psalm 139,3

Wir wollen uns im Schwimmbad erfrischen, haben heute aber unsere Saisonkarten vergessen. Was tun? Noch einmal nach Hause fahren? Da am Eingang kein Mensch zu sehen, auch kein Personal zu sprechen ist, steigen wir hastig über die Eingangssperre, doch ohne ein schlechtes Gewissen. Wir haben ja schon bezahlt. Als ich so meine Bahnen schwimme, nähert sich der Bademeister dem Beckenrand und stellt mich zur Rede. Eine Überwachungskamera hat ihm unser sträfliches Tun offenbart. Damit hatte ich nicht gerechnet.

Als gläubige Menschen wissen wir, dass wir uns vor Gott nicht verstecken können, denn er ist der "Allwissende und Allgegenwärtige" - so ist der 139. Psalm in der Lutherbibel überschrieben. Beglückt uns diese Allwissenheit und Allgegenwart Gottes oder bedrückt sie uns? Im zwischenmenschlichen Bereich sind wir froh, dass wir manches verbergen können, dass nicht jeder alles von uns weiß. Wir tun doch alles Mögliche, um nicht von anderen durchschaut zu werden. Der Volksmund verspricht uns: "Die Gedanken sind frei".

Die Überschriften der verschiedenen Bibelübersetzungen beim 139. Psalm lassen erkennen, wie gegensätzlich die Aussagen über Gottes Allwissenheit empfunden werden: "Das Hohelied von der Allgegenwart Gottes und unsere Unentrinnbarkeit" (Bruns), "Aufblick zu dem allwissenden und allgegenwärtigen Gott" (Zürcher Bibel, 1931).

Wer diesen Psalm Davids genau liest, versteht: Der Gott, der alle meine Wege kennt, ist ein Gott, der mich an seiner Hand führt und dessen Rechte mich hält (V. 10). Es ist sinnlos, sich vor Gott zu verstecken, vor ihm irgendwohin zu fliehen (wie David es bereits ausdrückte, siehe Vers 7), weil er uns überall sieht und durchschaut. Er kennt uns besser, als wir uns selbst kennen. Und wir brauchen uns nicht vor ihm zu verstecken, denn sein Wort sagt uns: "Doch auch wenn uns unser Gewissen anklagt und schuldig spricht, dürfen wir darauf vertrauen, dass Gott größer ist als unser Gewissen. Er kennt uns ganz genau. Kann uns also unser Gewissen nicht mehr verurteilen, meine Lieben, dann dürfen wir voller Freude und Zuversicht zu Gott kommen." (1 Joh 3,20.21 Hfa)

In dem bekannten Lied "Weißt du, wie viel Sternlein stehen?" heißt es am Schluss: "Gott im Himmel hat an allen ... sein Wohlgefallen. Kennt auch dich und hat dich lieb."

Joachim Hildebrandt

Quelle: Andachtsbuch des Advent-Verlags Lüneburg - mit freundlicher Genehmigung.

 

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