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Andacht vom 14.07.2012:

"80 Jahre bin ich nun schon alt, und es fällt mir schwer, klare Gedanken zu fassen. Ich schmecke kaum noch, was ich esse oder trinke, und den Gesang deiner Sänger und Sängerinnen höre ich nicht mehr gut. Ich würde dir, mein König, doch nur zur Last fallen." 2. Samuel 19,36 (Hoffnung für alle)

Ich war erstaunt, als ich diese Zeilen das erste Mal las! Hier beschreibt ein Mann mit Namen Barsillai sehr genau, was viele ältere Menschen heute noch erfahren. Das Alter verändert uns. Die Haut wird dünner und trockener, die Sehkraft lässt nach, das Hören wird schlechter und schmecken kann man oft nur noch süß. Die inneren Organe arbeiten nicht mehr so gut, was zu einer Reihe von Unannehmlichkeiten führen kann. Gelenke schmerzen und es wird anstrengender, den Alltag zu bewältigen. Die Kraft des Denkens lässt nach und viele haben Angst, dement zu werden, wenn sie erste Anzeichen von Vergesslichkeit bemerken.

Was mich an diesem Vers berührt, ist diese Müdigkeit und Traurigkeit, die durchscheinen. Heute würden gut geschulte Ärzte sofort hellhörig werden, denn mitunter kann diese Einstellung auch auf eine Depression zurückzuführen sein. Die ist im Alter relativ häufig, kann aber bei entsprechender Behandlung zumindest gelindert werden.

Die Sorge, eine Last für andere zu werden, belastet häufig ältere Menschen. Was steckt dahinter? Falsche Scham oder Angst, nicht mehr recht zu "funktionieren"? Viele haben Bemerkenswertes in ihrem Leben geleistet. Wir brauchen die Älteren mit ihrer Erfahrung und Weisheit - auch, wenn sie "nicht mehr so können". David (der angesprochene König aus oben genanntem Text) bot Barsillai einen Platz in seinem Palast in Jerusalem an, denn der hatte ihn in den Jahren zuvor in Mahanajim (östlich des Jordan gelegen) versorgt. Barsillai nahm das Angebot nicht an, (2 Sam 19,32-38), aber gefreut wird es ihn doch haben.

Respekt, freundliche Annahme und Anbieten von Hilfe schafft Vertrauen und Sicherheit. Vielleicht trägt das dazu bei, dass sich noch mehr Ältere trauen, mit ihren Möglichkeiten weiter am Leben - auch am Gemeindeleben - teilzunehmen. Ich erinnere mich an einige, die durch ihr und ihre Gebete mich in meiner Jugendzeit positiv begleitet haben.

Wenn Alter und Krankheit kaum noch zu ertragen sind, dann dürfen wir uns umso mehr über Gottes Zusage freuen: "Leid, Angst und Schmerzen wird es nie wieder geben; denn was einmal war, ist für immer vorbei." (Offb 21,4 Hfa)

Melanie Keyser

Quelle: Andachtsbuch des Advent-Verlags Lüneburg - mit freundlicher Genehmigung.

 

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