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Andacht vom 24.07.2012:

Wenn wir aber unsere Sünden bereuen und sie bekennen, dann dürfen wir darauf vertrauen, dass Gott seine Zusage treu und gerecht erfüllt: Er wird unsere Sünden vergeben und uns von allem Bösen reinigen. 1. Johannes 1,9 (Hoffnung für alle)

Kürzlich entdeckte ich im Internet das Angebot eines "Beichtprogramms" für Computer. Bei dem Programm können Sünden und Fehltritte aus einer Liste mit über 200 Einträgen anhand der Zehn Gebote ausgewählt werden: von der Notlüge bis zum Mord. Sobald die begangene Sünde in der Liste angeklickt wird, erscheint die empfohlene Buße. Ein Beispiel: Als "Buße" für Ehebruch legt der Computer dem Sünder drei Ave-Maria und drei Vaterunser auf. Bei einer Körperverletzung soll er fünf Vaterunser und fünf Ave-Maria beten. Bei Mord sind es immerhin je 50 Gebete. "Buße" ist ja nicht verkehrt, allerdings verwundert mich bei diesem Beichtprogramm die Bewertung von Ehebruch im Verhältnis zu einer Körperverletzung. Und von Sinnesänderung (Buße im biblischen Sinne) ist keine Rede.

Das Prinzip, dass man für Sünde "bezahlen" muss, findet sich schon ganz am Anfang der Bibel. Sünde wird dort als Auflehnung gegen und Loslösung von Gott verstanden. Und bezahlt werden kann sie nur - so erfuhren schon Adam und Eva im Paradies - mit dem Tod. Aber Gott gewährte einen Ausweg: Der Sünder musste nicht sofort sterben, sondern ein Tier starb an seiner Stelle.

Diese Tieropfer wurden erst mit dem Tod Jesu überflüssig, weil der Sohn Gottes den Preis für alle Sünden mit seinem Tod bezahlt hat (1 Ptr 1,18.19). Ab da genügen die Einsicht der eigenen Schuld (Reue, Sinnesänderung) und die Bitte um Vergebung. "Wenn wir aber unsere Sünden bereuen und sie bekennen, dann dürfen wir darauf vertrauen, dass Gott seine Zusage treu und gerecht erfüllt: Er wird unsere Sünden vergeben und uns von allem Bösen reinigen", versicherte der Apostel Johannes (1 Joh 1,9 Hfa).

Gott erwartet keine Leistung und keine Bezahlung für Sünde. Er möchte unsere Einsicht, dass etwas mit unserer Beziehung zum Mitmenschen und zu ihm nicht stimmt. Deshalb mag ein Geschenk aus schlechtem Gewissen über ein Fehlverhalten -wortlos überreicht - teuer sein. Eine ehrliche Entschuldigung und Bitte um Vergebung kostet dagegen kein Geld, sicher etwas Überwindung, aber so kann eine Beziehung wieder geheilt werden. Und ein Computerprogramm braucht man dazu auch nicht.

Wolfgang Trautmann

Quelle: Andachtsbuch des Advent-Verlags Lüneburg - mit freundlicher Genehmigung.

 

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