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Andacht vom 01.08.2012:

Die zwölf Jünger kehrten zu Jesus zurück und erzählten ihm, was sie auf ihrer Reise getan und den Menschen verkündet hatten. "Geht jetzt an einen einsamen, stillen Platz!", sagte Jesus zu ihnen. "Ihr habt Ruhe nötig!" Es waren nämlich so viele Menschen bei ihnen, dass sie nicht einmal Zeit zum Essen fanden. Markus 6,30.31 (Hoffnung für alle)

Dr. Stanislaw Nawka hat eine ganz besondere Passion: Er ist der Arzt der Obdachlosen. Seit 15 Jahren ist er einmal pro Woche mit der rollenden Arztstation der Caritas auf Hamburgs Straßen im Einsatz. Er tut diesen Dienst ehrenamtlich, neben seiner "normalen" Arbeit als niedergelassener Hausarzt. Pro Jahr behandelt er etwa 1700 Obdachlose - ohne Honorar. Er kämpft gegen schlecht verheilende Knochenbrüche, gegen eiternde Geschwüre und gegen die dramatischen Folgen der Trunk- und Drogensucht.

Dr. Nawka ist nicht nur Arzt, er kümmert sich auch um die Seele seiner Patienten. Besonders am Ende des Monats, wenn das Geld für den Seelentröster Alkohol nicht mehr reicht, muss er sich viel anhören. Er spricht seinen Patienten Mut zu und berät sie. Warum tut er das? Er sagt: "Weil ich meinen Nächsten liebe." Sein Engagement geht so weit, dass er kaum noch Zeit für ein Privatleben hat.

Als ich von diesem selbstlosen Einsatz las, wurde ich an Jesus erinnert. Er hat viele Leute geheilt. Auch seine Schüler bekamen von Gott die übernatürliche Fähigkeit, Menschen gesund zu machen. Kein Wunder, dass diese Männer gefragt waren! Markus schrieb, es wären ständig Leute gekommen und gegangen, so dass den Schülern nicht einmal genügend Zeit zum Essen blieb. Daraufhin schickte Jesus seine Mitarbeiter an einen ruhigen Platz zum Ausruhen. Sie mussten auftanken, neue Kraft sammeln.

Auch für uns ist das wichtig. Wenn wir uns für andere Menschen engagieren, müssen wir ein feines Gespür für die eigenen Grenzen entwickeln. Sonst brennen wir aus und brechen erschöpft zusammen. In dieser Gefahr stehen alle, die einen helfenden Beruf haben und mit den Hilfesuchenden mitfühlen.

Wie findet man hier zu einer gesunden Distanz? Jesus ist uns darin ein Vorbild. Ab und zu entzog er sich dem Zugriff der Masse und ging an einen einsamen Platz zum Beten. Und wenn die anderen vorwurfsvoll sagten: "Wo bleibst du denn? Jeder sucht dich!", dann ließ er sich davon nicht beeindrucken. Er war königlich frei.

Sylvia Renz

Quelle: Andachtsbuch des Advent-Verlags Lüneburg - mit freundlicher Genehmigung.

 

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