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Andacht vom 08.08.2012:

Liebt eure Feinde und bittet für die, die euch verfolgen, damit ihr Kinder seid eures Vaters im Himmel. Matthäus 5,44.45

Nach einer Predigt über dieses Aufforderung von Jesus sagte ein Gast zu einer anderen Zuhörerin: "Der ist ja blöd!" Sie meinte offensichtlich mich.

Feindesliebe ist blöd und wer sie befürwortet, ist es in den Augen vieler auch. Lieber hält man die Feindschaft aufrecht - die echte, wie die eingebildete -und belastet damit sich selbst und andere. Wegen der Feinde bauten die Menschen früher Mauern und Burgen. Wegen der Feinde bauen wir heute Waffen und Abwehrsysteme, treffen allerlei Sicherheitsvorkehrungen und meinen, Feindschaft könne nur durch die Beseitigung der Feinde überwunden werden.

Die Nationalsozialisten erklärten die Juden zu Feinden und brachten Millionen von ihnen um. Die Kommunisten entdeckten den Klassenfeind und waren überzeugt, die Welt könne nur besser werden, wenn diese Feinde verschwinden. In den Jahren ihrer Herrschaft beseitigten sie weltweit etwa 100 Millionen Menschen, nur weil sie sich nicht in ihr System einfügen wollten. Das Leben wurde in den Diktaturen aber nicht freier, sondern immer belastender. Gegenwärtig glauben allerlei fanatische Moslems, die Weltverbesserung könne nur durch die Vernichtung der "Ungläubigen" gelingen.

In der Bergpredigt, aus der das Andachtswort entnommen ist, stellte Jesus auch die Frage: "Was siehst du aber den Splitter in deines Bruders Auge und nimmst nicht wahr den Balken in deinem Auge?" (Mt 7,3) Wir sehen Fehler, aber in unserer Reaktion darauf, begehen wir manchmal größere. Wir wollen Feindschaft beseitigen und vergrößern sie noch mehr durch unser Reden und Tun. Wenn dir unterwegs in den Sinn kommt, "dass dein Bruder etwas gegen dich hat" - so lautet ein weiterer Rat von Jesus -, so "geh zuerst hin und versöhne dich mit" ihm (Mt 5,23.24). Die Geschichte hat bewiesen, und beweist es leider immer noch: Hass und Vergeltung machen die Welt nicht besser. Frieden ist nur durch Liebe und Versöhnung zu schaffen. Nicht weggehen, sondern hingehen! Das könnte das Ende der Feindschaft und der Anfang einer echten Freundschaft bedeuten. Zwischen uns Deutschen und den Franzosen ist das nach dem Zweiten Weltkrieg tatsächlich gelungen. Wenn du den Frieden willst, dann warte nicht auf den anderen; gehe du hin! Mach du den Anfang! So hat es auch Gott getan. Wir sollen es ihm nachmachen.

Lothar Reiche

Quelle: Andachtsbuch des Advent-Verlags Lüneburg - mit freundlicher Genehmigung.

 

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