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Andacht vom 29.08.2012:

Es ist dir gesagt, Mensch, was gut ist und was der HERR von dir fordert, nämlich Gottes Wort halten und Liebe üben und demütig sein vor deinem Gott. Micha 6,8

Heute wollen wir die dritte Verhaltensweise überdenken, die Micha im Auftrag Gottes seinem Volk übermittelt hat: "demütig sein vor Gott". Im Grundtext steht hier: "in Demut wandeln mit deinem Gott", und in einer modernen Übertragung heißt es: "Lebt in Ehrfurcht vor eurem Gott." (Hfa)

Diese Einstellung aber verstößt fundamental gegen das moderne Lebensgefühl. Wir haben ja als Kennzeichnung der Gegenwart eine Vielzahl von Bezeichnungen: Kommunikationszeitalter, Postmoderne, Zeitalter der Biotechnologie. Damit wollen wir eine bestimmte, vorherrschende Verhaltensweise kennzeichnen. Ich bevorzuge seit geraumer Zeit eine andere Formulierung: Wir leben im Zeitalter der Hybris. Hybris ist die Überheblichkeit, der Hochmut, die Haltung Luzifers vor seinem Fall.

Der bis heute ungebrochene Fortschrittsglaube macht vor keiner Grenze halt. Unsere Welt wird sich in den nächsten Jahrzehnten so radikal verändern, dass unsere Enkel in einer völlig anderen Welt leben werden. Aber wird es eine bessere Welt sein? Bedeutet immer mehr und immer größer auch: immer besser? Ich wage es zu bezweifeln.

Hier greift unser Andachtswort. "Demütig sein" meint eben auch, sich bescheiden zu können, nicht alles zu machen, was machbar scheint. Im Begriff Demut steckt sprachgeschichtlich das Wort muot. Und dieses Wort findet sich wieder zum Beispiel im Begriff Gemüt. Demut hat also sprachlich nichts mit dienen zu tun, sondern bezeichnet eine Haltung, eine innere Einstellung, die "nichts ohne Gott tut", wie es in der unrevidierten Übertragung Gute Nachricht hieß. Und Gott setzt Grenzen, die auch Biologen, Genetiker oder Physiker nicht überschreiten sollten. Aber im Zeitalter der Hybris verhallt die Mahnung Michas fast ungehört.

Wenn wir heute in den neuen Tag gehen, erinnern wir uns daran, dass Gottes Wort uns einen "unvergänglichen Dreiklang" empfohlen hat: Recht, Güte, Demut. Praktizieren wir diesen Dreiklang, dann erfahren wir, dass es sich um eine Verheißung handelt, denn: "Es ist dir gesagt, Mensch, was gut ist." Dieses Gute können wir erleben, auch heute, indem wir uns an das Recht halten, ein gütiges, vorurteilsloses Wohlwollen gegen jedermann praktizieren und "nichts ohne Gott tun".

Lothar E. Träder

Quelle: Andachtsbuch des Advent-Verlags Lüneburg - mit freundlicher Genehmigung.

 

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