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Andacht vom 21.09.2012:

Missachtet ihr die große Güte, Nachsicht und Geduld, die Gott euch bis jetzt erwiesen hat? Seht ihr nicht, dass er euch durch seine Güte zur Umkehr bewegen will? Römer 2,4 (Gute Nachricht Bibel)

Die großen Erdbeben Anfang 2010 haben viele zum Nachdenken gebracht. Ich wurde wiederholt gefragt, wie Gott das zulassen könne. Diese Frage, ob Gott wirklich gerecht handelt, beschäftigt viele Menschen - und das seit grauer Vorzeit.

Manche erwarten von Gott, dass er Katastrophen verhindert, Menschen vor den Folgen ihres eigenen Handelns bewahrt und Unrecht möglichst sofort bestraft. Käme Gott diesem Wunsch nach, dann würden viele sagen - da bin ich mir ziemlich sicher: "Gott ist doch geduldig und gütig! Da kann er doch nicht so hart und unbarmherzig durchgreifen!"

Was nun? Was immer Gott auch tut oder unterlässt: Er wird angegriffen von Menschen, die vorgeben, es besser als er selbst zu wissen. Das trifft auch auf Leitungspersonen zu: Wie auch immer sie entscheiden, meist finden viele einen Grund, sie in ein schlechtes Licht zu stellen. Ist einmal nichts Negatives zu finden, dann werden ihnen unlautere Beweggründe unterstellt.

Paulus schrieb in seinem Brief an die Gemeinde in Rom, Menschen wüssten eigentlich genug über Gott, aber viele ehren ihn trotzdem nicht (Röm 1,19-23). Gott greife nicht ein, weil er die Menschen zum Nachdenken und zur Umkehr bewegen will. Natürlich nicht mit Gewalt, sondern mit Güte und Langmut. Darum fragt Paulus in unserem Andachtswort: "Verachtest du den Reichtum seiner Güte, Geduld und Langmut?" (Röm 2,4 LB)

Gott gibt uns die Freiheit, unser Verhalten selbst zu bestimmen. Er erspart uns allerdings die Folgen unserer Entscheidungen nicht. Gott greift nicht ein, weil er sich um nichts kümmert, sondern weil er das Gesetz von Ursache und Wirkung (siehe Gal 6,7) nicht außer Kraft setzen will, damit Menschen durch die Folgen ihres Handelns zum Nachdenken und zur Umkehr finden. Zugleich erweist er ihnen seine Güte und Nachsicht.

Deshalb kann Gott Geduld haben, wir oft nicht. Manche drohen und drängen, um Menschen zur Reue zu bewegen; Gott beeinflusst und wirbt um den Menschen. Manche verurteilen vorschnell; Gott gibt Gelegenheit zur Umkehr. Manche meinen, alles genau zu wissen; Gott ermutigt zum Nachdenken. Wir sollten Gott keine Vorwürfe machen, sondern uns mit seiner Güte und Geduld erfüllen lassen.

Gerhard Wagner

Quelle: Andachtsbuch des Advent-Verlags Lüneburg - mit freundlicher Genehmigung.

 

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