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Andacht vom 10.10.2012:

Ertragt einander! Seid nicht nachtragend, wenn euch jemand Unrecht getan hat, sondern vergebt einander, so wie der Herr euch vergeben hat. Kolosser 3,13 (Gute Nachricht Bibel)

In einer Zeitschrift las ich einen Artikel mit der Überschrift "Glück ohne Gott". Dazu sah man ein Bild, das Jesus auf der Straße einer modernen Stadt unter diskutierenden Menschen zeigt. Unter anderem konnte man lesen: "Wenn Jesus heute auf der Straße predigen würde, bekäme er wohl Widerspruch zu hören. Die Forderungen etwa der Bergpredigt wollen nur noch wenige erfüllen."

Wenn ich bedenke, was Jesus von seinen Nachfolgern erwartet, muss ich dieser Feststellung zustimmen. Wer ist denn schon bereit, die andere Backe hinzuhalten, wenn man auf die eine geschlagen wird, und seine Feinde zu lieben (Mt 5,39.44)? Aus eigener Kraft bringt das kein Mensch fertig, daher kann es einem nur angst und bange werden, wenn der Kreislauf von Hass, Gewalt und Rache nicht durchbrochen wird. "Das Gebot der Feindesliebe ist eine absolute Notwendigkeit, wenn wir überleben wollen. Liebe gegenüber dem Feind ist der Schlüssel zur Lösung der Probleme unserer Welt", sagte Martin Luther King, Pastor und Kämpfer für die Gleichberechtigung der Farbigen in den USA.

Ähnliches gilt auch auf der persönlichen Ebene. Da gibt es nicht unbedingt "Feinde", aber wir werden zuweilen ungerecht behandelt oder gekränkt - gewollt oder ungewollt. Nun brauchen wir Gottes Hilfe, damit es nicht zu Groll, Verbitterung und dem Bruch der Beziehung kommt.

Werden wir ungerecht behandelt, merken wir, wie berechtigter Zorn und Groll in uns hochkommen. Nun stehen wir in Gefahr, vergelten zu wollen. Das ist der Moment, wo wir uns an Gott wenden und ihn bitten müssen, uns Gelassenheit und Selbstbeherrschung zu geben, damit wir friedlich und freundlich reagieren können.

Damit unser innerer Friede wiederhergestellt wird, ist es erforderlich, dem anderen zu vergeben, ob der nun sein Unrecht einsieht und eingesteht oder nicht. Hier hilft es, sich zu erinnern, wie viel Schuld Gott uns vergeben hat. Und Beten hilft uns, uns zu entschließen, dem anderen zu verzeihen.

Als drittes müssen wir darum bitten, dass Gott uns hilft, keinen Groll mehr zu empfinden. Dabei kann helfen, wenn wir uns bewusst machen, dass Gott gesagt hat: "Die Rache ist mein; ich will vergelten" (Röm 12,19), und ihm "den Fall" überlassen. Er kann mehr bewirken als wir.

Konrad Edel

Quelle: Andachtsbuch des Advent-Verlags Lüneburg - mit freundlicher Genehmigung.

 

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