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Andacht vom 18.11.2012:

Wir sind schwache Menschen und unfähig, unsere Bitten in der rechten Weise vor Gott zu bringen. Deshalb tritt sein Geist für uns ein mit einem Stöhnen, das sich nicht in Worte fassen lässt. Römer 8,26b (Gute Nachricht Bibel)

"Weißt du, warum die Bienen summen?" wurde ich neulich gefragt. Die Antwort kannte ich nicht: "Weil sie den Text vergessen haben!" Als mein Lachen in ein Schmunzeln überging, dachte ich: Das ist wirklich ganz schön schlau. Was machen wir, wenn uns die Worte fehlen, oder es uns gar die Sprache verschlägt?

Es ist wichtig, das zum Ausdruck zu bringen, was uns innerlich bewegt. Sonst bleibt es unterdrückt -kalt und schwer oder brodelnd und explosiv. Das Ungesagte kann unser Lebensgefühl bestimmen. Zuversicht und Selbstvertrauen schwinden, ein freundliches Wort fühlt sich wie ein Vorwurf an. Oder unsere Gefühle gehen ein wie eine Pflanze ohne Licht. Freude und Dankbarkeit geraten in Vergessenheit, wir wissen nicht mehr, wie sie sich anfühlen. Ärger und Empörung verblassen, Ungerechtigkeit fällt gar nicht mehr auf.

Wir können beten, wenn uns die Worte fehlen. Wenn der Geist uns "mit unaussprechlichen Seufzern" vor Gott vertritt (wie Luther unseren Andachtstext übersetzte), dann können wir im Gebet summen! Gott weiß sowieso im Voraus, was wir brauchen (Mt 6,8). Wir müssen aber nicht erst warten, bis Widrigkeiten uns die Sprache verschlagen, um zu beten. Wir können danken, loben, Freudiges zum Anlass nehmen - auch wenn uns dafür die Worte fehlen sollten.

Beten bewirkt viel: Denken wir an die Montagsgebete in Leipzig, damals vor einundzwanzig Jahren. Sogar die ungläubigen Machthaber der DDR konnten die Gebete nicht überhören. "Wird Gott nicht erst recht seinen Erwählten zu Hilfe kommen, wenn sie ihn Tag und Nacht anflehen?" (Lk 18,7a unrevidierte Gute Nachricht) In der Zeit, als die Adventgemeinde in den USA entstanden ist, kamen Christen zusammen und beteten dafür, Gottes Geist wirken zu sehen. Sie erlebten, wie sich Erweckungen über das ganze Land ausbreiteten. "Wenn aber selbst ihr sündigen Menschen wisst, wie ihr euren Kindern Gutes tun könnt, wie viel eher wird euer Vater im Himmel denen, die ihn bitten, den Heiligen Geist schenken"! (Lk 11,13 NL)

Wir können heute Gottes Macht und Möglichkeiten durch Gebet erleben, jeder für sich, aber auch gemeinsam. Selbst wenn wir das Gefühl haben sollten, alles sei bereits gesagt worden und es gäbe nichts mehr zu sagen.

Brent Blum

Quelle: Andachtsbuch des Advent-Verlags Lüneburg - mit freundlicher Genehmigung.

 

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