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Andacht vom 29.11.2012:

Henoch wandelte mit Gott ... Sein ganzes Alter ward 365 Jahre. Und weil er mit Gott wandelte, nahm ihn Gott hinweg und er ward nicht mehr gesehen. 1. Mose 5,22-24

Vor einiger Zeit las ich in der Zeitung den Bericht über einen Mann, der seinen 107. Geburtstag feierte. Unwillkürlich musste ich an die Geschlechtsregister im 1. Buch Mose denken, laut derer die Menschen damals noch viel, viel älter wurden. Dabei blieben meine Gedanken bei Henoch hängen.

Henoch war ein außergewöhnlicher Mann der Urzeit. Das Besondere an ihm war nicht sein hohes Alter, sondern seine Lebensführung in Harmonie mit Gott. Zweimal wird hervorgehoben, dass er "mit Gott wandelte". Bei dieser Aussage sehen wir zwei Gestalten vor unserem inneren Auge, die miteinander unterwegs sind. So war Henoch mit Gott durch sein Leben unterwegs. "Mit Gott wandeln" ist nur möglich, wenn wir uns für seinen Weg entscheiden.

Jesus lehrt zwar, dass Gottes Weg in dieser Welt nicht der breite und bequeme, sondern immer der schmale Weg ist, der den meisten Menschen nicht zusagt (Mt 7,13.14); aber dennoch bleibt er der richtige Weg, weil er uns an das Ziel unseres Lebens führt: einmal - wie Henoch - für immer bei Gott zu sein im ewigen Leben.

In der Reihe der Alten in 1. Mose 5 ist Henoch mit 365 Jahren der jüngste, während sein Sohn Metuschelach mit 969 Jahren der älteste Mensch der Weltgeschichte wurde. Ein hohes Alter kann eine große Gnade sein, aber auch zur schweren Last werden. Mein Vater äußerte mir gegenüber: "Ich wusste nicht, dass das Alter so schwer sein kann."

Ich selbst gehöre schon zu den Alten (im Sinne von Ps 90,10), habe aber nicht den Ehrgeiz, besonders alt zu werden, denn ich weiß: Zu einem gelungenen Leben gehört nicht unbedingt die Menge der Jahre, sondern dass wir unsere Jahre "mit Gott gewandelt" sind. Man kann sehr alt werden und dennoch vergeblich gelebt haben. Und mit einem kürzeren Leben kann man auch - wie Henoch -ans Lebensziel gelangen.

Meine Fürbitte gilt heute den Betagten, dass Gott ihnen hilft, die Lasten des Alters zu tragen, und dass sie nicht ängstlich, sondern voller Zuversicht dem Tag entgegenwandeln, an dem sie mit dem betagten Simeon sprechen können: "Jetzt kann ich in Frieden sterben ... Du hast uns Rettung gebracht." (Lk 2,28.29 Hfa)

Reinhold Paul

Quelle: Andachtsbuch des Advent-Verlags Lüneburg - mit freundlicher Genehmigung.

 

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