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Andacht vom 05.12.2012:

Vergib uns unsere Schuld, wie wir denen vergeben, die uns Unrecht getan haben. Matthäus 6,12 (Hoffnung für alle)

Wo Menschen zusammen sind, bleiben Differenzen nicht aus. Da wird einer Erwartung nicht entsprochen, da fällt eine gar nicht so nette Bemerkung, oder einem wird auch richtig übel mitgespielt. Wird die Beziehung daran zerbrechen oder wird sie wieder in Ordnung gebracht? Oft ist ja der Wunsch nach Bereinigung da, aber wer soll den ersten Schritt machen?

Die Bitte im Vaterunser spricht beide Parteien an. Mich, als den (vor Gott) Schuldigen, und gleichzeitig als den, an dem ein anderer schuldig geworden ist. Gern wird eine Entschuldigung erwartet, aber selbst den Gang zu einer Geste der Versöhnung antreten?

Wem es schwerfällt zu vergeben, dem sei gesagt: Vergeben kann erlernt werden! Das ist das Ergebnis einer Studie von Wissenschaftlern der amerikanischen Stanford-Universität. Und: Wer verzeihen kann, lebt zudem nicht nur psychisch, sondern auch körperlich gesünder.

Die Forscher um den Psychologen Frederic Luskin hatten Freiwillige aus dem Großraum San Francisco sechsmal zu eineinhalbstündigen Sitzungen eingeladen, in denen das Vergeben geübt wurde. Die Teilnehmer diskutierten miteinander über die ihnen zugefügten Kränkungen, hörten sich Vorträge an oder führten innere Zwiegespräche mit dem Übeltäter.

Ein Großteil der Teilnehmer gab anschließend an, weniger Schmerz als zuvor zu empfinden. Psychische als auch körperliche Symptome von Stress wie Rückenschmerzen, Schlaflosigkeit oder Magenbeschwerden ließen deutlich nach. Langfristiger Erfolg: Die meisten Teilnehmer waren bereit, auch in Zukunft in ähnlichen Situationen wieder zu vergeben.

Die Bitte im Vaterunser spricht aber noch eine tiefere Ebene an. Wie oft bin ich an Gott schuldig geworden, in Kleinigkeiten, aber vielleicht auch im Großen! Mir ist bewusst, dass ohne die göttliche Vergebung mein Leben keine Zukunft hat. Und in diesem Augenblick, wenn ich die Bitte um Vergebung ausspreche, werde ich gerade an den Menschen erinnert, dem ich gram bin, und daran, dass ich ihm vergeben soll. Vergebung erfahren und selbst vergeben sind wie zwei Seiten einer Medaille.

Fällt dir gerade jemand ein, der dir mehr auf dem Magen als am Herzen liegt? Dann bitte doch Gott gleich um die Bereitschaft und die Kraft, ihm zu vergeben. Dein Leben wird ein ganzes Stück leichter werden!

Wolfgang Trautmann

Quelle: Andachtsbuch des Advent-Verlags Lüneburg - mit freundlicher Genehmigung.

 

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