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Andacht vom 16.12.2012:

Darum nehmt einander an, wie Christus euch angenommen hat zu Gottes Lob. Römer 15,7

Zwei evangelische Pfarrer treffen sich. Der eine klagt über die Menge der Fledermäuse in seinem Kirchturm. Er weiß sich keinen Rat mehr. Doch den hat der Kollege parat: "Mach es wie ich: Ich habe sie alle getauft und konfirmiert, von da an waren sie verschwunden!"

Zugegeben, diese Anekdote hat einen langen Bart. Und beim Ernst der Lage bleibt einem auch das Lachen eher im Halse stecken. Aber wir alle kennen das Problem: Viele Jugendliche, die während ihrer ganzen Kindheit jede Woche in den Gottesdienst kamen, sind irgendwann verschwunden. Und das nicht nur, weil sie umgezogen sind; nein, sie haben die Gemeinde verlassen.

Warum passiert so etwas? Jugendliche machen während ihres Erwachsenwerdens jede Menge Veränderungen durch, sowohl physisch als auch psychisch. Die Erziehung, die sie bis dahin genossen haben, prägte sie, und doch versuchen sie - Schritt für Schritt - auch Eigenes zu erproben. Eltern müssen lernen loszulassen. Und ertragen können, dass Kinder zuweilen auf die Nase fallen.

Junge Leute müssen auch negative Erfahrungen verarbeiten und ihren eigenen Weg finden. Vielleicht erleben sie, dass sie wegen ihres Glaubens von ihren Mitmenschen lächerlich gemacht werden. Selbst die beste Freundin nörgelt vielleicht, weil man sich während der Gottesdienstzeit nicht mit ihr zum Shoppen verabreden will. Es ist oft schwer für junge Menschen, hier eine gute Entscheidung zu treffen und es so zu deichseln, dass man auch die beste Freundin bzw. Freund nicht vergrault.

Es gibt viel Stoff zum Nachdenken: Was veranlasst junge Leute, sich für den Gemeindebesuch zu entscheiden? Haben sie dort eine Aufgabe? Schätzt man sie - trotz ihrer Jugend und Unerfahrenheit? Oder hat man ständig etwas an ihnen auszusetzen? Haben sie dort Freunde? Gibt es Ziele, auf die sie gemeinsam mit Anderen zugehen wollen? Nimmt man sie ernst? Fühlen sie sich angenommen?

Es ist eine Aufgabe, die viel Herz erfordert, Jugendliche als einen ganz wichtigen Teil unserer Gemeinde zu sehen. Sie sind schon heute Gemeinde, nicht erst morgen. Es gibt kein Patentrezept, sie zu behalten, aber sie anzunehmen, wie Christus uns (Ältere) angenommen hat, ist in jedem Fall wichtig, ja entscheidend, denn es zeigt echte Liebe. Vergessen wir nicht: Jesus hat uns angenommen, so wie wir sind - mit allen unseren Fehlern und Eigenheiten!

Beate Strobel

Quelle: Andachtsbuch des Advent-Verlags Lüneburg - mit freundlicher Genehmigung.

 

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