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Andacht vom 19.12.2012:

Barnabas wollte Johannes Markus mitnehmen, aber Paulus lehnte es ab, noch einmal mit ihm zusammenzuarbeiten; denn er hatte sie auf der vorhergehenden Reise in Pamphylien im Stich gelassen und die Zusammenarbeit abgebrochen. Apostelgeschichte 15,37.38 (Gute Nachricht Bibel)

Es war fast ein historisches Ereignis, als Miriam Hargrave, eine 62-jährige Rentnerin aus Wakefield (England), am 3. August 1970 zum 40. Mal ihre Fahrprüfung ablegte - und bestand! 39 Mal war die hartnäckige alte Dame durchgefallen. Als sie nun ihre Fahrerlaubnis in den Händen hielt, gab es für sie ein neues Problem: Sie hatte für den Erwerb des Führerscheins alle ihre Ersparnisse aufgebraucht, sodass sie sich jetzt kein Auto mehr leisten konnte. Aber selbst das konnte ihre Freude nicht schmälern.

Bei Paulus war auch einmal einer durch die Prüfung gefallen: der junge Johannes Markus. Während einer Missionsreise in die heutige Südtürkei hatte er Paulus und Barnabas verlassen. Ob es nun Angst vor Gefahr war - es gab in der Gegend viele Raubüberfälle - oder die Schwierigkeiten, die die Missionare mit den Bewohnern dort hatten, wissen wir nicht. Markus hatte jedenfalls genug davon und setzte sich ab (Apg 13,13). Damit war er für Paulus untragbar geworden. Wegen Markus kam es zu einem Streit zwischen ihm und Barnabas, der damit endete, dass sie getrennte Wege gingen. Nur Barnabas gab seinem Neffen noch eine Chance, in der dieser sich bewährte (Apg 15,39). Aber Paulus revidierte später sein Urteil über Markus und fand ihn sogar "nützlich zum Dienst" (2 Tim 4,11).

Geben wir unseren Mitmenschen, wenn sie einmal versagt haben, eine weitere Chance? Oder trauen wir unserem Nächsten dann überhaupt nichts mehr zu und sagen: "Auf ihn ist kein Verlass, er ist zu sensibel, zu nichts zu gebrauchen, ein Versager"?

In Wirklichkeit benötigen wir doch alle mehr als nur eine Chance, um Verfehlungen und Versäumtes wiedergutzumachen, um zu wachsen und zu reifen. Es ist ein göttliches Prinzip, unseren Mitmenschen mehr als eine zweite Gelegenheit zu geben, sich zu bewähren. Hätte Gott unserer Welt nicht durch das Opfer seines Sohnes eine Möglichkeit gegeben, aus Schuld und Versagen wieder herauszukommen, wären wir alle verloren. Weil Gott uns viel und oft vergibt, sollen auch wir denen vergeben, die an uns schuldig werden (Eph 4,32). Diese Bereitschaft Gottes, es ständig mit uns neu zu wagen, motiviert uns, Anderen eine neue Chance zu geben.

Marit Krejcek

Quelle: Andachtsbuch des Advent-Verlags Lüneburg - mit freundlicher Genehmigung.

 

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