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Andacht vom 26.12.2012:

[Maria] gebar ihren ersten Sohn und wickelte ihn in Windeln. Lukas 2,7

Meine große Freude ist mein kleines Patenkind Salome. Schon zwölf Tage nach ihrer Geburt erlebte sie ihren ersten Gottesdienst mit - hauptsächlich auf meinem Arm (sie wog nur fünf Pfund). Später saß sie meist auf meinem Schoß und verfolgte das Geschehen mit Aufmerksamkeit (vor allem das Singen). Ich habe sie oft gefüttert und alles Mögliche mit ihr gemacht - nur eines nie: ihr die Windeln gewechselt. Obwohl das ja heute mit den Einmalwindeln längst nicht mehr so ist wie früher mit den Stoffwindeln. Ich erinnere mich noch, wie das damals bei meinem jüngsten Bruder war ...

Als Maria Jesus geboren hatte, wickelte sie ihn in Windeln, berichtet Lukas. Eigentlich eine Selbstverständlichkeit und dennoch voller Symbolgehalt!

Zum einen zeigt das, dass der Sohn Gottes wahrhaft ein Mensch war und wie andere Babys "funktionierte": Auch er machte täglich seine Windeln voll! Er war ganz Mensch geworden - einer von uns, "Immanuel" (Mt 1,23).

Es symbolisiert auch das ungeheuere Ausmaß seiner Erniedrigung: von dem, der "in göttlicher Gestalt" und "Gott gleich" war (Phil 2,6) mit all seiner göttlichen Herrlichkeit (Joh 17,5) zu dem, der fortan in der "Gleichgestalt des Fleisches der Sünde" (Röm 8,3 EB) sein Leben führte - vom Thron Gottes in eine Windel!

Zum anderen zeigt dieses Detail, dass Jesus sich wirklich ganz in unsere Situation begab, um es neutral zu formulieren und nicht das eigentlich passendere Unwort zu gebrauchen. Er nahm alles auf sich, was Menschen zu eigen ist - Probleme, Versuchungen und Leid und zuletzt auch all unsere Schuld und Sünde. Das ist viel, viel schlimmer als eine volle Windel!

Und das Wunderbare ist: Damit hat er uns von aller Sünde gereinigt. Wir können wieder reine Windeln haben (welch ein gutes Gefühl!) - die Gewissheit der Vergebung (1 Joh 1,9) - und die frohe Aussicht, einmal auf der Neuen Erde leben zu dürfen und keine Reinigung von Sünden mehr zu brauchen.

Daran sollten wir denken und dafür Gott und Christus danken und preisen - nicht nur zu Weihnachten, sondern an jedem Sabbat. Denn der Sabbat ist nach biblischem Prinzip der Gedenktag für die Erlösungstat Christi - von seiner Menschwerdung und Geburt bis hin zu seiner Kreuzigung und Auferstehung.

Werner E. Lange

Quelle: Andachtsbuch des Advent-Verlags Lüneburg - mit freundlicher Genehmigung.

 

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