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Andacht vom 28.12.2012:

Hat Gott vergessen, gnädig zu sein, oder sein Erbarmen im Zorn verschlossen? Psalm 77,10

Der Psalmdichter Asaf spricht mit diesem Text vielen Gläubigen aus dem Herzen. Er beschreibt in diesem Lied seine eigenen Gefühle und Erfahrungen: Er ruft zu Gott, ist unruhig und kann nicht schlafen; er überlegt, wie alles zusammenpassen könnte, findet aber keine Antwort. Dann denkt er über die Geschichte seines Volkes nach. Er erinnert sich daran, wie Gott vor langer Zeit eingegriffen, sein Volk aus der Sklaverei in Ägypten herausgeholt und schließlich ins Land Kanaan gebracht hat. Das macht ihm zwar Mut, aber die gegenwärtige Situation sieht anders aus, und daher fragt er: "Hat Gott vergessen, gnädig zu sein? . Darunter leide ich, dass die rechte Hand des Höchsten sich so ändern kann." (Ps 77,10.11) Asaf denkt, dass Gott schweigt, nichts tut, und sein Volk hängen lässt.

Wäre der Psalm hier zu Ende, bliebe ein ernüchternder Eindruck zurück. Wie geht es weiter? Findet der Liederdichter wieder Hoffnung und Zuversicht? Asaf wurde bewusst: Gott hatte sogar die Naturgewalten benutzt, um sein Volk aus der bedrohlichen Situation nach dem Auszug zu befreien, als die Ägypter es verfolgten (V. 15-21; vgl. 2 Mo 14).

Ist Gott heute nicht derselbe wie zur Zeit Asafs vor fast 3000 Jahren? Wir können heute auf eine viel längere Zeit zurückblicken als er: die ganze Zeit des Alten Testamentes, die Zeit Jesu und der Apostel und dann 1900 Jahre Kirchengeschichte. Uns steht heute viel mehr Wissen zur Verfügung als Asaf. Wir kennen so viele Berichte darüber, wie Gott einzelne Menschen geführt hat und wie er seine Gemeinde durch die Wirren der Zeit und des Abfalls geleitet hat.

Als Asaf nur die gegenwärtige Situation sah, kamen ihm Zweifel, Fragen und Ängste, wie er im ersten Teil des Psalms beschreibt. Als er dann den Blick auf Gottes Wirken in der Geschichte seines Volkes richtete, gelangte er zu der Erkenntnis: "Kein anderer Gott ist so mächtig wie du! Du allein bist der Gott, der Wunder vollbringt; du hast die Völker deine Macht spüren lassen." (Ps 77,14.15 Hfa)

Sollte sich heute bei dir Resignation über deine gegenwärtige Lage breitmachen wollen, dann mach es wie Asaf: Breite deine Sorgen vor Gott aus, aber bleib nicht dabei stehen. Blicke auf Gott und auf das, was er in der Vergangenheit getan hat. Blicke auf Jesus Christus, und lass dir die Liebe, Güte und rettende Macht Jesu bewusst machen. Das wird auch dich mit neuer Hoffnung und Zuversicht erfüllen.

Gerhard Wagner

Quelle: Andachtsbuch des Advent-Verlags Lüneburg - mit freundlicher Genehmigung.

 

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