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Andacht vom 20.01.2013:

Du solltest aber fröhlich und guten Mutes sein; denn dieser dein Bruder war tot und ist wieder lebendig geworden, er war verloren und ist wiedergefunden. Lukas 15,32

Die Zarenfamilie - so wird erzählt - machte einst einen Winterausflug. Hinten im Schlitten, gut eingewickelt in warme Felle, schlief der kleine Zare-witsch, der künftige Thronfolger. Von prächtigen Pferden gezogen ging die Schlittenfahrt durch die verschneiten Felder und Wälder. In einer Kurve fiel der kleine Zar aus dem Schlitten. Erst, als sie im Schloss angekommen waren, bemerkten sie den Verlust. Sofort kehrten sie um und suchten nach dem Bündel mit dem Kind, aber es blieb verschwunden. Es war inzwischen von Räubern entdeckt und mitgenommen worden.

Der heranwachsende Zar wurde ein Räuber und lernte das Stehlen und Brandschatzen. Als er groß geworden war, wurde er bei einem Raubzug ergriffen und zum Tode verurteilt. Er stand bereits auf dem Marktplatz unter dem Galgen, da riss ihm der Scharfrichter das Hemd vom Leib und bemerkte die königliche Tätowierung an der Schulter. Entsetzt rief er: "Er trägt das Zeichen des Zaren. Es ist der verlorengegangene kleine Zar!" Keiner dachte mehr an Hinrichtung. Der Wiedergefundene wurde heimgeholt und der ganze Hofstaat feierte ein frohes Fest.

Unser heutiges Andachtswort ist dem Gleichnis vom verlorenen Sohn entnommen. Es unterscheidet sich zwar von der Zarengeschichte, aber eines haben beide gemeinsam: Es geht um die Heimkehr Verlorener. In beiden Geschichten können wir uns entdecken.

Sind wir nicht auch Königskinder, geschaffen für eine bessere Welt? Der Zarensohn ging verloren und geriet unter die Räuber. Der Mensch verlor im Sündenfall das Paradies. In der Welt, in der wir heute leben, sind Stehlen, Lügen, Töten üblich. Wir leben umgeben von Gemeinheiten, und die Gemeinheiten leben leider auch in uns. Wir sind unter die Räuber gefallen und kennen nicht mehr unsere eigentliche Bestimmung. Und das Ende? "Die Sünde wird mit dem Tod bezahlt. Gott aber schenkt uns in der Gemeinschaft mit Jesus Christus, unserm Herrn, das ewige Leben." (Röm 6,23 Hfa)

Wir waren verloren und sind gefunden worden! Wenn das kein Grund ist, den heutigen Tag mit Freude und Zuversicht zu erfüllen! Aber auch mit der Bitte: Herr, hilf mir, Verlorene zu finden und sie zu dir zu führen. Denn auch für den, der noch "unter den Räubern" lebt, ist der Heimweg offen.

Lothar Reiche

Quelle: Andachtsbuch des Advent-Verlags Lüneburg - mit freundlicher Genehmigung.

 

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