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Andacht vom 21.01.2013:

Der ewige Gott breitet seine Arme aus, um euch zu tragen und zu schützen. 5. Mose 33,27a (Hoffnung für alle)

Zu meinem Patenkind habe ich eine sehr enge Beziehung. Wir sehen uns fast jede Woche im (Haus-) Gottesdienst. Manchmal, wenn das nicht der Fall ist, fragt Salome (inzwischen gut zwei Jahre alt) ihre Mutter nach mir: "Werner? Gottesdienst?" Ab und zu ruft ihre Mutter mich an, damit Salome einen Moment mit mir sprechen kann.

Ein Verhalten Salomes in letzter Zeit wundert mich: Wenn wir am Sabbat bei ihren Eltern eintreffen (oder umgekehrt), ist sie zunächst recht schüchtern. (Als sie kleiner war, wollte sie immer sofort auf meinen Arm.) Auch das Ausbreiten meiner Arme hilft nichts. Erst nach einiger Zeit kommt sie dann zu mir, will auf meinen Schoß und ein Bilderbuch gelesen bekommen und erzählt mir etwas (was ich leider nicht immer ganz verstehe). Alles ist so wie früher!

Dieses Verhalten ist ganz anders als das meiner Nichten (inzwischen 15 und 18 Jahre alt), die gern von mir lange gedrückt werden möchten, wenn wir uns Monate nicht gesehen haben. Sie genießen es offensichtlich, in meinen Armen zu sein.

Man kann beides sicher psychologisch erklären; aber als Salome sich wieder einmal so verhalten hatte (sie saß auf dem Schoß ihrer Mutter mir gegenüber und sah mich genau an), kam mir der Gedanke: Verhalten wir uns manchmal nicht ähnlich wie sie, wenn wir uns in die Gegenwart Gottes begeben?

Manchmal mögen wir Gott einige Tage oder eine Woche nicht gesprochen haben und begeben uns dann schüchtern oder zögernd in seine Gegenwart, als ob wir uns nicht sicher sind, was wir zu erwarten haben. Die Gründe dafür können vielfältig sein: Vielleicht drückt uns Schuld, vielleicht haben wir Zweifel, ob er noch derselbe gütige, geduldige und liebevolle Vater ist, den wir kennengelernt haben. Wir tasten uns langsam vor, bis endlich wieder das vertraute alte Verhältnis hergestellt ist und wir ihm alles erzählen, unsere Sorgen und Nöte abladen, uns in seinen Armen wieder sicher und geborgen fühlen.

Wir dürfen uns gewiss sein: Wir können zu Gott stets so kommen, wie wir sind, und dürfen uns gleich in "seine Arme" begeben (ähnlich wie meine Nichten es bei mir tun). Er ist noch derselbe liebevolle Vater, wie Jesus ihn dargestellt hat, der uns gern in seine Arme nimmt und uns trägt! Und anders als ich bei Salome, versteht er immer alles, was wir ihm sagen (wollen), auch wenn es nur gestammelt ist.

Werner E. Lange

Quelle: Andachtsbuch des Advent-Verlags Lüneburg - mit freundlicher Genehmigung.

 

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