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Andacht vom 07.03.2013:

Er war in allem Gott gleich, und doch hielt er nicht gierig daran fest, so wie Gott zu sein. Er gab alle seine Vorrechte auf und wurde einem Sklaven gleich. Er wurde ein Mensch in dieser Welt und teilte das Leben der Menschen. Philipper 2,6.7 (Gute Nachricht Bibel)

Echte Wunder kann niemand erklären, denn dann wären sie keine Wunder. Was Gott uns im heutigen Andachtstext mitteilt, gehört zu den wunderbarsten Botschaften der Heiligen Schrift: Christus, der Gott war, wird auf geheimnisvolle Weise Mensch. Paulus sprach von Christus als einem "Geheimnis Gottes" (1 Kor 2,1). "Was kein Auge gesehen hat und kein Ohr gehört hat und in keines Menschen Herz gekommen ist, was Gott bereitet hat denen, die ihn lieben." (1 Kor 2,9)

Doch wer kann begreifen, wie Gott ein Mensch werden und Jesus "wahrer Gott und wahrer Mensch" sein konnte, wie ein altes christliches Bekenntnis sagt. Immer wieder haben sich Theologen bemüht, uns dieses Geheimnis näherzubringen. Einer hieß Ulrich Zwingli (1484-1531): "Unser Schöpfer sandte ... nicht einen Engel, nicht einen Menschen, sondern seinen Sohn und den eingehüllt ins Fleisch, damit nicht entweder seine Hoheit [uns] vom Umgang abschrecke oder seine Niedrigkeit [uns] von der Hoffnung abbringe. Dass nämlich derjenige, der als Vermittler und Mittler geschickt worden ist, Gott und Gottes Sohn ist, stärkt die Hoffnung. Denn was vermag oder hat der nicht, der Gottes Sohn ist? Dass er aber Mensch ist, das verheißt Vertrauen, Freundlichkeit, sogar Verwandtschaft und Gemeinschaft, denn was kann [uns] der versagen, der [unser] Bruder ist, Teilhaber an der [unserer] Schwachheit." (Sämtliche Werke, III, 681,20-28)

Der Reformator versuchte hier zu beschreiben, wie sich die väterliche Liebe Gottes zu uns schwachen Menschen einen Weg bahnt. Es lohnt, diesem Gedanken nachzugehen. Doch es bleiben Fragen unbeantwortet über Christus als "wahrer Mensch und wahrer Gott", auf die wir erst in der Ewigkeit Antworten finden werden.

Gott sei Dank, wir müssen es auch nicht verstehen, brauchen es nicht zu erklären, sondern nur kindlich gläubig Gottes größtes Geschenk zu unserem Heil anzunehmen und wir dürfen es immer wieder neu bestaunen und den Geber anbeten.

Joachim Hildebrandt

Quelle: Andachtsbuch des Advent-Verlags Lüneburg - mit freundlicher Genehmigung.

 

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