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Andacht vom 28.03.2013:

[Jesus] sprach zu ihnen: "Es ist nicht eure Sache, Zeit[räume] oder Zeitpunkte zu wissen, die der Vater in seiner eigenen Vollmacht festgesetzt hat." Apostelgeschichte 1,7 (Elberfelder Bibel)

Am 21. Mai 2011, genau um 18 Uhr, sollte Jesus wiederkommen. Das jedenfalls hatte der amerikanische Radioprediger Harold Camping vorausgesagt und mit einer 100 Mio. Dollar-Anzeigenkampagne verkündigt. Am Tag danach sagte er Reportern, er sei "völlig platt" und suche noch "nach Antworten".

Er kann sie in seiner Bibel finden. Jesus hat seinen Jüngern auf ihre diesbezüglichen Fragen nicht nur gesagt, dass "allein der Vater" im Himmel "Tag und Stunde" seines Kommens kennt (Mt 24,36), sondern ihnen vor seiner Himmelfahrt (im Andachtstext) auch gesagt, dass sie selbst den Zeitraum (griech. chronos, daher kommt das Wort Chronometer für Uhr) nicht wissen können und sollen. Von daher ist es unsinnig, aus sogenannten "Zeichen der Zeit" Anzeichen für die Nähe der Wiederkunft zu machen, wie es viele Christen tun. Jesus hat in seiner Endzeitrede nur ein einziges Mal von einem "Zeichen" seines Kommens gesprochen (die "Wolken des Himmels", V. 30) und nur ein Ereignis mit dem "Ende" verbunden: die weltweite Verkündigung des Evangeliums (V. 14; Missionswissenschaftler weisen darauf hin, dass immer noch mehr als zwei Mrd. Menschen kein christliches Zeugnis unter sich haben!). Und in seinen anschließenden Gleichnissen sprach Jesus davon, dass er als der Bräutigam "lange ausbleiben" und als Herr seiner "Knechte" erst "nach langer Zeit" zurückkehren würde (Mt 25,5.19)! Das ist eindeutig!

Seinem Jünger Johannes versprach der verherrlichte Christus nicht, dass er "bald" kommen würde (obwohl das viele Bibelübersetzungen sagen), sondern "schnell, rasch" (Offb 22,7.12.20; das griech. Wort tachü ist ein Adverb, es bezeichnet die Art der Handlung; vgl. Anm. EB zu V. 7, Lk 15,22; das Wort für "bald" lautet dagegen eutheos, vgl. 3 Joh 14).

Manche Christen scheint das Warten auf die Wiederkunft zu "nerven", aber sicher nicht diejenigen, die genau lesen und Jesu Aussagen ernst nehmen - nämlich dass er seinen Nachfolgern die Aufgabe übertragen hat, ihre Gaben und Fähigkeiten dafür einzusetzen (Mt 25,14-23), den Menschen ihrer Umgebung geistliche Speise zu geben (Mt 24,45-47) und das Licht ihrer "guten Werke" in der Kraft des Heiligen Geistes strahlen zu lassen (Mt 5,16; 25,110). Und nur die werden für Jesu Kommen bereit sein, die das auch tun!

Werner E. Lange

Quelle: Andachtsbuch des Advent-Verlags Lüneburg - mit freundlicher Genehmigung.

 

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