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Andacht vom 23.04.2013:

Dort brachten sie auf einer Trage einen Gelähmten zu ihm. Als Jesus ihren festen Glauben sah, sagte er zu dem Gelähmten: "Hab keine Angst, mein Sohn! Deine Sünden sind dir vergeben." Matthäus 9,2 (Hoffnung für alle)

Im Jahr 1975 nahm ich an einer Studienreise nach Rom teil. Wir besuchten den Vatikan. Neben Souvenirs, Kitsch und vielem, was für Pilger wichtig ist, konnte man dort auch Ablassbriefe kaufen.

Ablass, das heißt: Nachlass von Sündenstrafen, die ein Mensch im Fegefeuer zu leiden hätte, wenn er gestorben ist. Ein besonderer Ablass kostete damals 300 DM. Man konnte den Ablassbrief einen Tag später abholen, dann war er vom Papst persönlich unterschrieben. Die "zeitlichen" Strafen für alle Sünden, die man in seinem Leben begannen hat, wären damit erlassen. Nach römisch-katholischer Auffassung werden durch einen Ablass die sogenannten "zeitlichen Sündenstrafen" entweder ganz ("vollkommener Ablass") oder teilweise erlassen.

Ich habe mir einen vollkommenen Ablass besorgt. Den habe ich aber nicht in Rom gekauft, sondern bekam ihn geschenkt - von dem, der meine Sünden (und die Strafe dafür) auf sich nahm: "Fürwahr, er trug unsre Krankheit und lud auf sich unsre Schmerzen ... Er ist um unsrer Missetat willen verwundet und um unsrer Sünde willen zerschlagen. Die Strafe liegt auf ihm, auf dass wir Frieden hätten, und durch seine Wunden sind wir geheilt." (Jes 53,4a.5) Die Erfüllung dieser Ankündigung des Propheten Jesaja beschrieb der Jünger Johannes so: "Am nächsten Tag, als Johannes [der Täufer] Jesus auf sich zukommen sah, sagte er: ,Seht her! Da ist das Lamm Gottes, das die Sünde der Welt wegnimmt!´" (Joh 1,29 NLB)

Jesus Christus nahm längst beides auf sich: unsere Sünde und auch die Strafe dafür. Nur er und kein anderer Mensch, Priester oder Statthalter Jesu Christi hat nach dem Wort Gottes die Macht und das Recht, Sünden zu vergeben und Sündenstrafen zu erlassen. Weil Jesus das tut, bin ich in Gottes Augen schon jetzt ein "Heiliger" - trotz aller meiner Fehler (siehe z. B. 2 Kor 1,1b). Sterbe ich, so komme ich nicht erst für einige Jahrhunderte in ein Fegefeuer, sondern bei der Wiederkunft Christi gleich in den Himmel.

Wenn die Schuld vergeben ist, ist das ursprüngliche Verhältnis zwischen Gott und Mensch wiederhergestellt. Durch Jesus Christus habe ich bereits das ewige Leben (Joh 3,36a; 6,40.47). Ich danke Gott immer wieder dafür!

Gerhard Mellert

Quelle: Andachtsbuch des Advent-Verlags Lüneburg - mit freundlicher Genehmigung.

 

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