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Andacht vom 28.05.2013:

"Wir alle hören diese Leute in unseren eigenen Sprachen über die Taten Gottes reden." Erstaunt und verwirrt standen sie da. "Was mag das bedeuten?", fragten sie einander. Doch manche spotteten auch: "Die sind nur betrunken, das ist alles." Apostelgeschichte 2,11-13 (Neues Leben)

"Fakten, Fakten, Fakten" war jahrelang der Werbespruch eines großen Nachrichtenmagazins. Und Ende 2010 wollte Heiner Geissler die Konfrontation um das Bauprojekt "Stuttgart 21" durch einen "Faktencheck" entspannen.

Ich bin immer wieder überrascht, wie viele ein hohes Vertrauen in "objektive Informationen" und sogenannte "Tatsachen" haben. Ich habe selten erlebt, dass sich Leute davon überzeugen lassen. Weder beim Projekt "Stuttgart 21" haben sich viele Gegner in Befürworter verwandelt (oder umgekehrt), noch im Bundestag stimmen Abgeordnete aufgrund der sachlichen Argumente der anderen Seite anders ab.

Die Pfingstpredigt des Petrus hatte eine für jeden Zuhörer erfahrbare und nicht zu leugnende Tatsache als Begleiterscheinung: Jeder konnte ihn in seiner Muttersprache hören und verstehen (Apg 2,8). Aber dieses objektive Erlebnis brauchte, wie so viele Fakten und Tatsachen, eine Deutung. Und so sagten die einen, die Jünger seien betrunken (V. 13), während die anderen meinten, es handle sich um die Ausgießung des Heiligen Geistes, wie sie bereits der Prophet Joel vorausgesagt hätte (V. 17).

Martin Urban schreibt in seinem Buch Wie die Welt im Kopf entsteht: "Nicht die Fakten zählen, sondern die Bilder, die wir uns gemacht haben." Bei der Deutung gibt es keine Objektivität. Der Mensch beobachtet und nimmt etwas wahr, er interpretiert und schreibt dem Ereignis dann eine Bedeutung zu. Erst dadurch wird sie für ihn zu einer (subjektiven) Wirklichkeit. Viele Menschen, die Petrus zuhörten, haben seine Worte durch den Glauben interpretiert und dieser Glaube war so wirksam, dass er ihr ganzes Leben veränderte, denn seine Botschaft "traf sie ins Herz" (V. 37).

Nachfolger Christi deuten das, was ihnen geschieht, durch den Blick des Glaubens. Das hilft, manche Tatsachen in einem anderen Licht zu sehen. Aber vor allen Dingen können sie durch den Glauben das Wirken Gottes im Leben und Alltag wahrnehmen.

Roland Nickel

Quelle: Andachtsbuch des Advent-Verlags Lüneburg - mit freundlicher Genehmigung.

 

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