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Andacht vom 27.07.2013:

Du sollst dir kein Gottesbild anfertigen. Mach dir überhaupt kein Abbild von irgendetwas im Himmel, auf der Erde oder im Meer. 2. Mose 20,4 (Gute Nachricht Bibel)

Als Christen verstehen wir diese Worte (das zweite der Zehn Gebote) nicht als absolutes Bilderverbot wie orthodoxe Juden oder Moslems, sondern begreifen es als Warnung, uns starre Vorstellungen von Gott zu machen oder von irgendetwas auf der Erde.

Das betrifft natürlich auch unsere Mitmenschen. Wir sollen sie nicht bildlich gesprochen in eine Schublade stecken. Vielmehr sind wir aufgerufen, offenzubleiben in unseren Ansichten und Überzeugungen und Anderen nicht mit Vorurteilen zu begegnen; offen aber auch in dem Sinne, uns nicht von Anderen fixieren, abstempeln zu lassen.

Wir sollen also unseren Nächsten nicht ummodeln oder manipulieren wollen, sondern ihn in seiner Art akzeptieren. Das gilt besonders für unseren Lebensgefährten und auch für unsere Glaubensgeschwister in der Gemeinde. Da können wir einander hilfreich sein oder aber im Wege stehen.

Eltern sind aufgerufen, ihren Kindern zu helfen, erwachsen und selbstständig zu werden. Sehr schnell sind wir ja dabei, unsere Kinder in einen Rahmen nach unseren Vorstellungen (vielleicht auch nach unseren unerfüllten Wünschen) pressen zu wollen. Und so geht es uns ja auch mit unseren Mitmenschen, wenn wir uns von ihnen schnell ein "Bild machen".

Zum Menschsein gehört die Fähigkeit, sich zu verändern, zum Christsein auch die Chance, geistlich zu wachsen ("Heiligung"). Wer gibt uns das Recht, vorschnell mit Anderen fertig zu sein oder mit uns selbst. Bleiben wir offen für Andere, für unsere Kinder und für uns selbst. Max Frisch schrieb: "Die Liebe befreit aus jeglichem Bildnis ... wir [werden] mit den Menschen, die wir lieben, nicht fertig werden; weil wir sie lieben; solange wir sie lieben." (Tagebuch S. 26f.)

So werden wir immer wieder motiviert, die Hoffnung für einen Menschen nie aufzugeben, weil auch Gott die Hoffnung für uns nicht aufgibt. Bleiben wir also offen für unsere eigene Entwicklung und die unserer Mitmenschen im Wissen, dass unser Bild vom Anderen und auch von uns selbst in diesem Leben nie ganz fertig wird, und im Wissen, dass wir immer wieder auf die vergebende Gnade Gottes angewiesen sind. Dieses Wissen macht uns auch verständnisvoller Anderen gegenüber.

Heinz Weigmann

Quelle: Andachtsbuch des Advent-Verlags Lüneburg - mit freundlicher Genehmigung.

 

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