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Andacht vom 20.08.2013:

Die Frömmigkeit aber ist ein großer Gewinn für den, der sich genügen lässt. Denn wir haben nichts in die Welt gebracht; darum werden wir auch nichts hinausbringen. 1. Timotheus 6,6.7

In was für einer Welt leben wir? Als die Öffentlichkeit erfuhr, dass das Ruhegehalt eines zurückgetretenen katholischen Bischofs - ihm rechtmäßig aus Steuergeldern zustehend - die Höhe von etwa 5400 Euro hat, gab es deswegen in der Bevölkerung einen Aufschrei der Empörung. Und erst recht erhitzten sich die Gemüter über das Jahreseinkommen von über 77 Millionen Euro, das der Chef eines großen Autokonzerns sein Eigen nennen darf.

Andere Nachrichten werden kaum registriert, wie die, dass ein Millionär sein Vermögen aufgibt und eine Stiftung gründet, um damit arme Menschen in Lateinamerika zu unterstützen. Künftig will er in einer Ein- oder Zwei-Zimmerwohnung in einer Stadt oder in einer Ein-Raum-Holzhütte in den Bergen leben.

Über die ungerechte Verteilung des Kapitals kann man sich ereifern. Aber ist nicht jeder für sich selbst verantwortlich? Es könnte sein, dass Gott manchem bescheiden lebenden Menschen sagen müsste: Du besitzt zwar nicht viel, aber dein Neid und deine Geldgier sind abscheulich.

Reichtum an sich ist nicht das Problem. Paulus schrieb in demselben Kapitel, woraus unser Andachtstext stammt, von denen, "die reich werden wollen" und er setzt fort: "Denn Geldgier ist eine Wurzel alles Übels; danach hat einige gelüstet, und sie sind vom Glauben abgeirrt und machen sich selbst viel Schmerzen." (V. 9.10) Ein Armer, der geldgierig ist, ist schlimmer als ein Reicher, der mit seinem Hab und Gut verantwortlich umgeht.

Wichtig ist und bleibt allein, dass wir unsere Seele nicht an materielle Dinge hängen, sondern bedenken, dass alles vergänglich ist. Salomo, der alle Genüsse des Lebens auf redliche wie auf sündige Weise auszuschöpfen versuchte (siehe Pred 2), wurde schließlich bewusst: "Wie einer nackt von seiner Mutter Leibe gekommen ist, so fährt er wieder dahin, wie er gekommen ist, und trotz seiner Mühe nimmt er nichts mit sich in seiner Hand, wenn er dahinfährt." (Pred 5,14) Am Ende zählt nur, ob du genügsam warst und "reich bei Gott" (Lk 12,21) gewesen bist.

Der Raffgierige rafft, bis er selbst hingerafft wird. Gewinnsucht erntet Verlust. Die Frömmigkeit aber ist ein großer Gewinn!

Josef Butscher

Quelle: Andachtsbuch des Advent-Verlags Lüneburg - mit freundlicher Genehmigung.

 

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