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Andacht vom 10.09.2013:

Am nächsten Morgen ging Jesus allein an einen einsamen Ort, um zu beten. Markus 1,35 (Neues Leben)

Ehe Jesus seine Jünger erwählte, verbrachte er die Nacht mit seinem Vater im Zwiegespräch. Aus diesem Austausch heraus rief er dann zwölf Jünger in seine Nachfolge (Lk 6,12.13). Jesus besaß nicht einmal wie Füchse und Vögel ein eigenes Plätzchen, um sich in Ruhe niederzulegen (Mt 8,20). Aber er hatte seine Jünger, die stets bei ihm waren. Mit ihnen konnte er sich unterhalten und zusammenarbeiten. Doch dies allein genügte ihm nicht. Er ging auch immer wieder allein in die Stille, um tiefe Gemeinschaft mit seinem Vater zu pflegen.

Markus berichtet, wie Jesus sich einmal bei Tagesanbruch in die Stille zurückzog. Als die Jünger ihn suchten und fanden, sagten sie ihm: "Jedermann sucht dich!" (Mk 1,37) Für Jesus aber war es wichtig, ehe er sich anderen Menschen widmen konnte, zunächst Zeit allein mit seinem Vater zu verbringen.

Wie ist es damit bei uns bestellt? Jesus gibt auch uns den Rat: "Wenn du betest, geh an einen Ort, wo du allein bist, schließ die Tür hinter dir und bete in der Stille zu deinem Vater." (Mt 6,6a NLB) Auch wir brauchen diese Zeit der Einsamkeit oder besser gesagt: der Zweisamkeit mit Gott.

Ich hatte mich vor Jahren bemüht, mich mit meinen ersten Gedanken nach dem Erwachen zuerst an Gott zu wenden. Doch es ist nicht wichtig, mit welchem Gedanken wir erwachen. Wichtig ist, dass wir unsere Gedanken zurückholen und sie auf Gott richten. Es gilt, ihn anzubeten, ihm zu danken, in der Stille auf ihn zu hören, aber auch mit ihm unsere Anliegen und den Tagesablauf zu besprechen. Das ist keine leere, sondern eine segensreiche Zeit.

Auch im Gottesdienst erlebe ich während der Predigt den größten Segen, wenn es mir gelingt, alles andere um mich zu vergessen - selbst den Prediger, der vorne steht, und mich auf seine Worte konzentriere, die ich als Gottes Wort an mich persönlich höre.

Wir brauchen diese Zeit allein mit Gott. Wir müssen sie suchen, sie uns nehmen. Wie wir sie nennen - Gebetszeit, Andachtszeit, Stille Zeit - spielt keine Rolle. Wichtig ist, dass es sich um Zeit handelt, die wir allein mit Gott verbringen. Wir werden ganz anders in den Tag mit seinen Aufgaben und Anforderungen hineingehen können.

Nimm dir heute solche Zeit!

Reinhold Paul

Quelle: Andachtsbuch des Advent-Verlags Lüneburg - mit freundlicher Genehmigung.

 

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