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Andacht vom 19.09.2013:

Der HERR ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln. Er lagert mich auf grünen Auen, er führt mich zu stillen Wassern. Psalm 23,1.2 (Elberfelder Bibel)

Manchmal kommt mir das Leben wie ein Karussell vor, das mich unablässig durch die Luft schleudert. Natürlich genieße ich auch hin und wieder die Geschwindigkeit und den Ausblick, aber zum wirklichen Genießen bleibt wenig Zeit. Grüne Auen und stille Wasser? Fehlanzeige. Vielleicht im Urlaub, aber sonst?

Trotzdem denke ich, dass David in diesem 23. Psalm keine Urlaubssituation beschrieben hat, sondern Alltag. Vielleicht auch gerade meinen Karussellalltag, für den ich in Anspruch nehmen darf: "Der Herr ist mein Hirte." Und in dem ich auch bitten darf: "Herr, führe mich zu stillen Wassern".

Für uns Menschen der Leistungsgesellschaft ist das vielleicht ein gewöhnungsbedürftiges Gebet. Wir sind gern in Aktion - ob privat, beruflich oder in der Gemeinde. Wo sich scheinbar nichts bewegt oder nichts vorankommt, werden wir schnell ungeduldig.

Vor einiger Zeit habe ich begonnen, Skizzen über meine Beziehung zu Jesus zu malen. Dabei fiel mir auf, dass ich dazu neige, Jesus immer in Aktion zu zeichnen: wie er mit Menschen redet, wie er heilt, wie er anpackt, wie er zuhört.

Irgendwann habe ich mich dann gefragt: Wie würde Jesus sich und mich zeichnen? Würde er sich vielleicht sogar zu mir unter den Baum setzen, statt immer nur zu agieren? Für mich ein eher ungewohnter Gedanke. Aber Jesus war ja in seinem Leben hier auf der Erde auch nicht immer in Aktion; er zog sich auch zurück.

Manchmal merke ich, wie verzerrt mein Bild von Gott ist; wie sehr ich ihm manches überstülpe, was er aber gar nicht ist: Wie viel großherziger, gütiger und wohlmeinender er eigentlich ist. Ich glaube, dass wir dieses Gebet: "Herr, führe mich zu stillen Wassern", wirklich brauchen - immer wieder.

Wir brauchen es, um den Kontakt zu Gott nicht zu verlieren. Aber wir brauchen es auch, um über uns und unser Leben nachzudenken - und eben nicht nur im Rausch zu leben.

Natürlich sehen wir die grünen Auen und stillen Wasser auch vom Karussell unseres Lebens aus. Aber wenn wir uns nicht dorthin führen lassen, nützt die schöne Aussicht herzlich wenig. Lernen wir es also wieder zu beten: "Herr, führe mich zu stillen Wassern" dann werden wir wie David erfahren, dass Gott uns erquickt und neue Kraft gibt.

Stephanie Kelm

Quelle: Andachtsbuch des Advent-Verlags Lüneburg - mit freundlicher Genehmigung.

 

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