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Andacht vom 23.09.2013:

Jetzt ist es nicht mehr wichtig, ob ihr Juden oder Griechen, Sklaven oder Freie, Männer oder Frauen seid: In Christus seid ihr alle eins. Galater 3,28 (Hoffnung für alle)

Ich stieg am Bahnhof Zoo in die S-Bahn und geriet in eine blau-weiße Menschenmenge: Schals, Fahnen, Hüte, alle blau-weiß. Aha, "Hertha" hat gespielt, der Berliner Fußballclub!

Wir identifizieren uns gern mit einer Gruppe. Das begeistert uns, wir fühlen uns stark. Als Christ identifiziere ich mich mit dem, der sich mit mir identifiziert hat: Christus. Er hat sich am Kreuz für mich dahingegeben. Nun möchte ich mit ihm eins sein.

Als Christ identifiziere ich mich auch mit meiner Kirchengemeinde. Dabei geht es nicht um Statuten, Verhaltensregeln, oder eine Dogmensammlung. Wir sind nicht eine Gemeinde von Erbsenzählern, die sich streiten und einander verdammen; wir identifizieren uns mit dem Herrn der Gemeinde. Das Einssein mit ihm reicht viel tiefer. Statuten sind wichtig, aber im Vergleich zum Einssein mit Jesus kommt ihnen ein untergeordneter Rang zu.

Wenn Paulus im Text Juden und Griechen, Sklaven und Freie, Männer und Frauen aufführte, dann behauptete er nicht, dass es unter diesen Gruppen als Christen keine Unterschiede mehr gäbe. Die unterschiedlichen Menschen bringen ihre Traditionen mit, ihre kulturellen Eigenarten, ihre Lebensgeschichten und auch ihre Verletzungen. Aber etwas ist neu geworden: Sie alle sind eins in Jesus Christus, eins in der Zustimmung zu ihm und auch eins in der Veränderung durch ihn: Er wohnt in ihnen durch seinen Geist.

Jesus und die Apostel haben vordergründig die politischen und sozialen Gegebenheiten der Zeit nicht umgekrempelt. Sie haben beispielsweise die Sklaverei nicht bekämpft; aber sie haben eine Revolution in den Herzen entfacht. Mit dem Einswerden in Christus - "in Christus seid ihr alle eins" - war aller Überhebung und Diskriminierung der Boden entzogen.

Ich kann heute mit Christen einer anderen Konfession in Lehrfragen uneins sein und doch spüren, dass wir in Christus eins sind. Das entbindet mich nicht von der Pflicht, die biblische Wahrheit zu suchen und zu bezeugen, befreit uns aber von einer feindseligen Haltung, von Kälte oder gar Hass.

Lasst uns Christen sein, die sich nicht nur in den eigenen Reihen, sondern auch darüber hinaus mit Respekt und einem freundlichen Wohlwollen begegnen.

Dieter Leutert

Quelle: Andachtsbuch des Advent-Verlags Lüneburg - mit freundlicher Genehmigung.

 

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