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Andacht vom 15.10.2013:

Marta dagegen war voll damit beschäftigt, das Essen vorzubereiten. Schließlich trat Marta vor Jesus hin und sagte: "Herr, kümmert es dich nicht, dass mich meine Schwester die ganze Arbeit allein tun lässt? Sag ihr doch, dass sie mir helfen soll!" Lukas 10,40 (Gute Nachricht Bibel)

"Edel sei der Mensch, hilfreich und gut." Das schrieb mir meine Lehrerin in der Grundschule ins Poesiealbum. "Edel", darunter konnte ich mir nicht viel vorstellen, aber "hilfreich und gut" sein - das verstand ich schon als Kind. Ich hatte das im Märchen von der Frau Holle gehört: von der guten, hilfsbereiten Goldmarie, die half, ohne zu murren, und von der faulen Pechmarie, die achtlos an ihren Aufgaben vorbeiging.

Nach außen wirken solche Menschen, die dem Ideal von Goldmarie entsprechen wollen, sehr sympathisch. Sie organisieren unablässig, haben auf alles ein Auge und helfen noch, wenn alle nach Hause gegangen sind. Das ist bewundernswert. Doch manchmal gibt es noch eine andere Seite.

So mancher, der gerne hilft, wartet insgeheim auf einen Dank, denn auf Dauer tut niemand etwas ohne eine kleine Belohnung. Aber Hilfsbereitschaft hat auch Grenzen. Das müssen manche schmerzhaft lernen, wenn sie bis zur eigenen Erschöpfung Anderen geholfen und dabei ihre eigenen Kraftreserven überstrapaziert haben. Dann muss man drastisch zurückschalten, Zeit und Kraft für sich selbst finden, um wieder ausgeglichen und innerlich stark zu werden.

Die Bibel findet Helfen gut, aber es ist keine Rede davon, immerzu dienen und helfen zu müssen. So wie in der Geschichte von Marta und Maria. Marta, die Hilfsbereite, war eifrig beim Essenvorbereiten; Maria, ihre Schwester, setzte sich hin und hörte Jesus zu. Und was sagte er dazu? Er hatte nichts auszusetzen, im Gegenteil, er lobte sie: "Maria hat die richtige Wahl getroffen." (V. 42 GNB)

Manchmal gibt es Wichtigeres, als das Essen perfekt zuzubereiten oder sich immerzu nützlich zu machen in dieser Welt. Es ist gut, wenn wir Anderen helfen, aber wir müssen auch für unser inneres Gleichgewicht sorgen. Wer helfen will, sollte in sich stabil sein, und auch einmal Worten zuhören, die ihm guttun und ihn stärken, ganz gleich, wie viel noch zu tun ist.

Lassen wir uns heute nicht von den Ansprüchen Anderer antreiben. Dann können wir freudig helfen, einfach so, weil es nötig ist.

Beate Strobel

Quelle: Andachtsbuch des Advent-Verlags Lüneburg - mit freundlicher Genehmigung.

 

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