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Andacht vom 17.10.2013:

Wehe euch, ihr Schriftgelehrten und Pharisäer! Ihr seid wie die gepflegten Grabstätten: von außen sauber und geschmückt, aber innen ist alles voll stinkender Verwesung. Ihr steht vor den Leuten als solche da, die Gott ehren, aber in Wirklichkeit seid ihr voller Bosheit und Heuchelei. Matthäus 23,27.28 (Hoffnung für alle)

Viele lassen sich durch sentimentale Heilandsbilder und Jesuslieder über das tatsächliche Wesen Jesu täuschen. Der feinfühlige Seelsorger, liebevolle Kinderfreund und geduldige Lehrer, der von den Lilien auf dem Feld und den Vögeln unter dem Himmel erzählt - das ist nur die eine Seite. In Wahrheit hat er oft genug eine harte Sprache geführt, an der man sich gewaltig stoßen kann.

Wir brauchen nur an Jesu obige Kampfrede gegen die Elite Jerusalems zu denken. Wer die herrschende Klasse so bloßstellt, muss damit rechnen, liquidiert zu werden. Wer wagt es heute, so zu sprechen? Aber auch seinen Jüngern und anderen Zuhörern gegenüber nahm Jesus zuweilen kein Blatt vor den Mund.

Seine Bergpredigt beispielsweise ist eine revolutionäre Rede - nicht im politischen Sinne, sondern insofern, dass sie alle bewährten menschlichen Maßstäbe auf den Kopf stellt. Die Armen, die Weinenden, die Verachteten werden glücklich gepriesen (siehe Lk 6,20 -23). Fragt sie doch einmal, wie glücklich sie sind! Die Sanftmütigen sollen das Erdreich besitzen? Wo hat es das jemals gegeben, da doch in der Regel die Gewalttätigen die Macht und die Schlitzohrigen das Sagen haben!

Wenn Jesus seinen Zuhörern hier nicht den Teppich unter den Füßen weggezogen hat, weiß ich nicht, wie das sonst noch geschehen könnte.

Und erst die Forderung: "Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch das alles [Nahrung, Kleidung usw.] zufallen." (Mt 6,33) Das ist nicht nur eine Perle in der Schatzkammer der Bibel, sondern auch eine Zumutung für uns moderne Materialisten. Geht es uns nicht eher um die eigenen Wünsche und Ziele, mehr um Bequemlichkeit und gesicherten Wohlstand, als um die Frage, wie das Reich Gottes gebaut werden kann?

Es ist gut, dass uns der christliche Glaube bekannt ist, aber es ist schlimm, dass wir uns an ihn gewöhnt haben. Deshalb hat das "Anstößige" in Gottes Worten und Taten einen tiefen Sinn. Auch wenn uns das nicht gefällt - vor allem dann, wenn es uns existenziell betrifft!

Günther Hampel

Quelle: Andachtsbuch des Advent-Verlags Lüneburg - mit freundlicher Genehmigung.

 

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