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Andacht vom 28.10.2013:

"Kann denn aus Nazareth etwas Gutes kommen?" [fragte Nathanael]. "Komm mit und überzeuge dich selbst", sagte Philippus. Johannes 1,46 (Neues Leben)

Jesus war gerade auf der Suche nach Menschen, die mit ihm gehen und seine Jünger werden wollten. Dabei folgten ihm viele bereitwillig (V. 35-44). Nathanael war jedoch misstrauisch, denn Nazareth hatte keinen guten Ruf. Von dort gingen (fehlgeschlagene) Aufstände gegen die Römer aus, und der Ort wurde in den Prophezeiungen des Alten Testaments in Bezug auf den Messias nirgendwo erwähnt. Nathanael hatte also gewichtige Argumente für seine Skepsis.

Philippus schien diese emotionale Abwehrhaltung richtig einzuschätzen, denn er versuchte erst gar nicht, ihn mit Argumenten zu überzeugen, sondern lud ihn ein, sich selbst ein Bild von Jesus zu machen. Die folgende Begegnung mit Jesus machte einen überzeugenden Eindruck auf Nathanael.

Etwa dreieinhalb Jahre später - Jesus war gerade gestorben und wieder auferstanden - begegnete er zwei Jüngern auf ihrem Weg nach Emmaus, die eine maßlose Enttäuschung zu verarbeiten hatten. Sie mussten erleben, wie der Messias von den Römern gekreuzigt wurde. Das leere Grab konnten sie noch nicht richtig einschätzen (Lk 24,13-24). So verzweifelten sie förmlich an ihrer Lage. Dabei erkannten sie Jesus gar nicht, der sie begleitete. Und er offenbarte sich ihnen nicht einfach, sondern erklärte ihnen anhand des Alten Testaments, dass alles so kommen musste, wie es gekommen war (V. 27) Erst als sie gemeinsam aßen, erkannten sie ihn. Sie fassten neuen Mut und schlossen sich wieder den anderen Jüngern an (V. 32-35).

Hier wurden zwei Menschen auf eine ganz andere Weise gewonnen als Nathanael. Während er dazu die emotionale Erfahrung einer unmittelbaren Begegnung mit Jesus brauchte, war für die beiden letztgenannten Jünger eine eher kognitive Ansprache hilfreich. Sie brauchten eine Erklärung für das, was sie erlebt hatten. Dadurch wurden sie auf eine Begegnung mit Jesus vorbereitet.

So unterschiedlich die Menschen und ihre Lebenssituationen waren, die von Jesus angesprochen wurden - so unterschiedlich sollten auch die Gemeinden und die Gläubigen auf Menschen eingehen, die auf der Suche nach Gott sind. Dazu muss man diese Menschen kennen und lieben. Eine echte Herausforderung - auch heute.

Thomas Lobitz

Quelle: Andachtsbuch des Advent-Verlags Lüneburg - mit freundlicher Genehmigung.

 

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