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Andacht vom 23.11.2013:

Das Reich Gottes ist nahe gekommen. Markus 1,15b (Elberfelder Bibel)

Mit diesem Satz weckte Jesus im Volk Israel große Erwartungen. Sollte er vorhaben, mit übernatürlicher Macht die Römer aus Judäa zu vertreiben?

Die Pharisäer stellten Jesus eines Tages die Frage, ob es richtig wäre, Steuern an die Römer zu zahlen (Mt 22,17). Diese Frage war brisant. Die Partei der Zeloten lehnte nämlich das Zahlen der Steuern ab und wollte die Römer mit Gewalt vertreiben. Sie brauchten dazu nur noch den Messias als charismatischen Führer.

Jesus antwortete: "Gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist, und Gott, was Gottes ist." (V. 21) Damit war klar: Ein politischer Revolutionär war Jesus nicht. Die Zeloten würden in ihm kein neues Mitglied oder gar ihren Führer gewinnen. Jesus wollte auch kein König sein. Unmittelbar nach der wunderbaren Speisung von fünftausend Menschen, merkte Jesus, "dass sie ihn jetzt unbedingt festhalten und zu ihrem König ausrufen wollten. Deshalb zog er sich in die Berge zurück, er ganz allein." (Joh 6,15 Hfa)

Als er vor dem Passahfest in Jerusalem einzog, flammte die Erwartung wieder auf, dass er doch der König Israels würde. Festbesucher "gingen hinaus ihm entgegen und riefen: ,Hosianna! Gelobt sei, der da kommt in dem Namen des Herrn, der König von Israel!´" (Joh 12,13) Aber Jesus proklamierte kein irdisches Reich Gottes. Er ließ sich in Jerusalem gefangen nehmen.

Als angeklagter "Aufrührer" wurde er von Pilatus gefragt: "Bist du ... ein König? " Er antwortete: "Ich bin ein König. Ich bin dazu geboren und in die Welt gekommen, dass ich die Wahrheit bezeugen soll." Er sagte auch: "Mein Reich ist nicht von dieser Welt." (Joh 18,36) Er war für die Römer demnach nicht gefährlich. Sie hielten ihn eher für einen Fantasten mit einer überirdischen Reichsidee.

Einmal fragten ihn die Pharisäer: "Wann kommt das Reich Gottes? " Jesus antwortete: "Das Reich Gottes ist mitten unter euch." (Lk 17,21) Jesus meinte damit: "Die Herrschaft Gottes wird sichtbar durch mich. Ich bin der König des Reiches." Die Heilungen und Wunder, die Jesus tat, waren als Beweis seiner Vollmacht für das Volk notwendig. Im Reich Gottes würde es keine Krankheiten mehr geben. Jesus bewies die Wahrheit dieser Hoffnung, und beglaubigte damit auch seine Verkündigung und seine Sendung. Die zukünftige Herrlichkeit war im Auftreten Jesu schon zu erkennen.

Harald Weigt

Quelle: Andachtsbuch des Advent-Verlags Lüneburg - mit freundlicher Genehmigung.

 

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