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Andacht vom 29.12.2013:

Schließlich kamen sie an die Stelle, die Gott Abraham genannt hatte. Dort baute Abraham einen Altar und schichtete das Holz darauf. Dann fesselte er seinen Sohn Isaak und legte ihn auf den Altar, oben auf das Holz. Abraham nahm das Messer, um seinen Sohn als Opfer für den Herrn zu töten. 1. Mose 22,9 (Neues Leben)

Das Leben des Glaubensvaters Abraham fasziniert mich immer aufs Neue. Er hörte auf Gott und handelte konsequent danach. Immer wieder musste er auf brechen und sich von etwas trennen: von seiner Heimat, der damals hoch entwickelten Stadt Ur in Chaldäa; von seinem Elternhaus und den Nachbarn; von seinem Neffen Lot, als dieser sich den besseren Platz für seine Familie und seine Herden aussuchte. Und nun sollte er sich auch noch von seinem Sohn Isaak trennen, auf den er und seine Frau so viele Jahre gewartet hatten!

Dieser junge Mann, der still und treu neben ihm her ging, den sollte er töten? Wie kann der Gott im Himmel, als dessen Gebetserhörung sie den Sohn betrachteten, so etwas verlangen?

Drei Tage lang schleppte er nun diese Last in seinem Herzen. Weder seine Frau zu Hause noch die Knechte unten am Berg wussten etwas davon. Auch Isaak, der eben fragte, wo denn das Opfertier sei, ahnte nichts von der Herzenslast seines Vaters. Abraham wusste, dass Isaak nicht dagegen rebellieren würde. Aber warum Gott so etwas verlangte, darauf fand er keine Antwort.

Es kam nicht so weit: Im letzten Augenblick hielt der Engel des HERRN seine Hand fest und erklärte ihm: "Tu dem Kind nichts. Denn jetzt weiß ich, dass du Ehrfurcht vor Gott hast." (V. 12b NLB) Und schon stand da ein Schafbock, der sich in einem Busch verfangen hatte, als Ersatzopfer zur Verfügung.

Etwa 2000 Jahre später gab es eine ähnliche Situation in der Geschichte: Ein Vater, der seinen Sohn über alles liebte, sah zu, wie dieser verhaftet, verspottet, gefoltert und ans Kreuz genagelt wurde. Wie gern hätte er eingegriffen - spätestens als der Sohn rief: "Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen? " (Mt 27,46) Aber er tat es nicht, weil es für diesen Fall kein Ersatzopfer gegeben hätte. Alle Menschen wären dann für immer verloren gewesen.

Welch unbegreifliche Liebe! Was Abraham damals nicht völlig verstand, das können wir heute viel besser begreifen. Und in der Folge noch besser Gott dafür danken - und ihm aus Dankbarkeit noch bereitwilliger folgen.

Gerhard Rühle

Quelle: Andachtsbuch des Advent-Verlags Lüneburg - mit freundlicher Genehmigung.

 

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