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Andacht vom 12.01.2014:

Denn erschienen ist die Gnade Gottes allen Menschen zum Heil. Sie erzieht uns dazu, der Gottlosigkeit und den Begierden der Welt abzuschwören und besonnen, gerecht und fromm zu leben in dieser Weltzeit. Titus 2,11-12 (Zürcher Bibel)

Das Bibelwort "Von seiner Fülle haben wir alle genommen Gnade um Gnade" (Joh 1,16) hat die Adventgemeinde durch das Jahr 2011 begleitet: Diese Aussage des Johannes hat mich bewegt, mich zu fragen: Habe ich wirklich von der Fülle genommen? Ist mir die Fülle der Gnade überhaupt bewusst?

Wer die Tiefe, die Weite und die Größe der Gnade Gottes in der Bibel betrachtet, kommt aus dem Staunen nicht heraus - und das in zweierlei Hinsicht: "Wer kann die Einfachheit und die allumfassende Kraft der Gnade ermessen?", fragte Karl Barth. Unser Andachtstext kennzeichnet sie als Heil bringend, als rettend.

Wie sieht ein Leben aus, das von der Gnade Gottes erfüllt ist? Im Hinblick auf unsere Vergangenheit hat sie uns frei gemacht von unserer ganzen Schuld und damit aus der Verlorenheit gerettet.

Durch Gnade sind wir vor Gott gerecht gesprochen (Tit 3,7). Auch in der Gegenwart brauchen wir die vergebende Gnade, denn wir sind in unserem Verhalten noch nicht gerecht. Darum sprach Paulus im obigen Andachtstext von der erziehenden Kraft der Gnade. Die Kraft zum "frommen" Leben sah er nicht im Willen des Menschen, auch nicht im Gesetz, sondern ausschließlich in der Gnade.

Die Erfahrung der Liebe und Vergebung Gottes ermutigt uns, unsere in der Taufe bezeugte Absage an die Sünde zu verwirklichen. "Die Gnade wird nie Nein zu uns sagen, aber sie wird uns unerbittlich dazu führen, dass wir Nein sagen zu unserer Gottlosigkeit und den daraus entspringenden Begierden", erklärt Hans Bürki.

Dass Gnade eine erziehende Macht ist, nimmt all denen den Wind aus den Segeln, die bei der Aussage "allein aus Gnade gerettet" befürchten, die Gnade führe zur Vernachlässigung der Heiligung des Christen und zur Gleichgültigkeit dem Willen Gottes gegenüber. Nein, die Fülle der Gnade wirkt sich aus auf unsere Vergangenheit (Vergebung) und auf die Gegenwart (Heiligung). Paulus hat das erfahren: "Durch Gottes Gnade bin ich, was ich bin, und seine Gnade an mir ist nicht vergeblich gewesen." (1 Kor 15,10)

Darüber hinaus schenkt sie uns für die Zukunft die Gewissheit, die "Erscheinung der Herrlichkeit des großen Gottes und unseres Heilandes Jesus Christus" zu erleben (Tit 2,13).

Joachim Hildebrandt

Quelle: Andachtsbuch des Advent-Verlags Lüneburg - mit freundlicher Genehmigung.

 

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