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Andacht vom 20.02.2014:

In den Tagen der Herrschaft dieser Könige wird der Gott des Himmels ein Reich errichten, das für alle Ewigkeit Bestand hat. Kein anderes Volk wird je die Gewalt über dieses Reich an sich reißen können. Es wird alle jene Königreiche zerschmettern und vernichten, selbst aber für immer bestehen bleiben. Daniel 2,44 (Neues Leben Bibel)

"Wenn ich wüsste, dass morgen die Welt unterginge, würde ich heute noch ein Apfelbäumchen pflanzen." Dieser Ausspruch, der Martin Luther zugeschrieben wird, enthält eine grundlegende christliche Wahrheit. Wenige haben diese Wahrheit so spannungsvoll und überzeugend vorgelebt wie der Prophet Daniel, der ein mächtiger Mann unter heidnischen Herrschern (Nebukadnezar, Darius, Kyros) war. Er diente Regimen, von deren Niedergang und Ende er tief überzeugt war.

Gerade wir Menschen des 21. Jahrhunderts wissen um die Brüchigkeit und Vergänglichkeit alles Irdischen, ob es nun mein eigenes kleines "Reich" ist oder eine Weltmacht. Auch die anderen König reiche würden laut Daniel zerschmettert und vernichtet werden.

"Alles ist eitel, du aber bleibst und wen du ins Buch des Lebens schreibst", heißt es in einem Lied (Wir loben Gott, Nr. 366). Wir würden heute sagen: "alles ist nichtig". Diese Erkenntnis bedeutet letztlich, dass alles öffentliche, berufliche und familiäre Mühen unter dem Verdacht der Sinnlosigkeit steht. Wozu, wenn es doch vergänglich ist?

Vergänglich heißt nicht sinnlos. Auch im anscheinend Vergänglichen kann Bleibendes wohnen. Gott hat uns Aufgaben gestellt, die auch Freude bereiten. Und wir dürfen jetzt schon einen Blick hinüber werfen, ins ganz Neue, Bleibende. Wahre Frömmigkeit starrt nicht verloren hinüber, das Heute verachtend.

Daniel hat die Spannung durchgehalten, ist seinen Gegenwartspflichten und seiner politischen Verantwortung voll nachgekommen - und hatte doch immer "offene Fenster nach Jerusalem" (Dan 6,11). Ihn erfüllte eine Hoffnung, die weit über all jene Königreiche hinausging.

Was wir für das Hier und Heute tun - und sei es das Pflanzen des Apfelbäumchens -, wenn es auf Liebe gegründet ist, wird es nicht verlorengehen. Das wirklich Schöne und Gute hat seinen Ursprung in der Liebe zu Gott, zum Nächsten und zur Natur. Und alles, was wir aus Liebe getan haben, das haben wir - vielleicht ohne es zu wissen - dem Herrn getan (Mt 25,40).

Dieter Leutert

Quelle: Andachtsbuch des Advent-Verlags Lüneburg - mit freundlicher Genehmigung.

 

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