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Andacht vom 21.03.2014:

Wenn ein Mensch einer Sünde erlegen ist, dann solltet ihr, deren Leben vom Geist Gottes bestimmt ist, diesem Menschen liebevoll und in aller Demut helfen, wieder auf den rechten Weg zurückzufinden. Galater 6,1a (Neues Leben Bibel)

Im Garten vor unserem Haus lag eine dicke Pulverschneedecke. Das war die Gelegenheit, unseren stattlichen Teppich gründlich zu reinigen. Wegen der regelmäßigen Teppichpflege mit einem leistungsfähigen Sauger schien dies gar nicht nötig zu sein; doch ein ausdauerndes Klopfen hinterließ deutliche Spuren im Schnee - und bei mir die Frage: "Wie sauber ist eigentlich genug?"

An dieses Bild dachte ich, als wir uns über den obigen Text unterhielten. Im weiteren Verlauf des Gesprächs kamen negative Erfahrungen und Verletzungen im Zusammenhang mit der "korrigierenden Seelsorge" (früher: "Gemeindezucht" genannt) zur Sprache. Dabei wurde offenkundig, wie schlecht wir mit Kritik umgehen können und wie viele Wunden und Narben durch übereifrige, aber falsch geübte Ermahnung entstehen.

Reden ist eben Silber und Schweigen Gold. Also lieber schweigen, wenn jemand "einer Sünde erlegen ist"? "Die Liebe deckt der Sünden Menge" (1 Ptr 4,8b): Mit diesem Argument hat schon Vieles unter ganz frommen Teppichen Asyl gefunden.

Fakt ist: Gott möchte unbestritten, dass wir einander helfen, treue Nachfolger Jesu zu sein. Darum der Rat des Paulus, den er im Auftrag Gottes gab: Helft "diesem Menschen liebevoll und in aller Demut, wieder auf den rechten Weg zurückzufinden".

Im Mittelalter hat mancher versucht, sich selbst "rein" zu klopfen (durch Kasteiung zum Beispiel). Durch Luther kam die Erkenntnis, dass Jesus allein für die Hygiene unserer Seele zuständig ist. Wir brauchen uns weder porentief sauber zu geißeln, noch unserem Bruder das Fell zu gerben. "Liebevoll und in aller Demut", sagte Paulus. Oft sprechen wir Wahrheiten in einem unbarmherzigen Ton aus. Dabei vergessen wir, dass der Andere eine Würde vor Gott hat - völlig unabhängig von der Situation, in die er geraten ist.

Ermahnung im Geist von Jesus entwertet nicht, sondern erinnert an das, was Gott will. Sie unterscheidet zwischen Sünde und Sünder, verzichtet auf Druck, ermutigt zu einem Neubeginn und ermöglicht den Beteiligten eine Begegnung auf Augenhöhe. Jesus sah immer den ganzen Menschen und liebte ihn. Wir wollen (heute) so handeln wie er!

Jürgen Weller

Quelle: Andachtsbuch des Advent-Verlags Lüneburg - mit freundlicher Genehmigung.

 

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