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Andacht vom 09.04.2014:

Als der Mann merkte, dass er Jakob nicht besiegen konnte, gab er ihm einen Schlag auf sein Hüftgelenk, sodass es ausrenkte ... Wegen seiner Hüfte hinkte er. 1. Mose 32,26.32b (Neues Leben Bibel)

Obwohl ich diese Begebenheit seit meiner Kindheit kenne, entstand jetzt eine neue Beziehung zu diesem Text. Warum? Seit etwa einem halben Jahr plagen mich als Jungrentner Hüftbeschwerden. Noch nie zuvor hatte ich mit vergleichbaren Einschränkungen zu tun. Wanderpläne musste ich aufgeben und selbst kürzere Wege sind beschwerlich geworden. Sogar nachts melden sich Schmerzen.

Wie mag es Jakob nach diesem Ringen am Fluss Jabbok ergangen sein? Als Mann in den allerbesten Jahren verließ er hinkend den Kampfplatz. Seine vier Frauen hatten bis dahin in ihm einen Ehepartner erlebt, der vor Kraft nur so strotzte. An einen hinkenden Ehemann mussten sie sich erst gewöhnen. Das hat der selbstbewusste Familienvater nicht so leicht weggesteckt. (An eine Operation war damals natürlich nicht zu denken.) Das war für diesen äußerst leistungsorientierten Menschen sicher nicht einfach. Er sah Männer seines Alters, wie sie leichtfüßig weite Wege bewältigten und mühelos Arbeiten erledigten, die ihm infolge seines Hüftleidens nun schwerfielen. Selbst spätere Generationen erinnerten sich noch daran, indem sie das Muskelstück auf dem Gelenk der Hüfte ihrer Lämmer nicht aßen (1 Mo 32,33).

Wie geht man mit solchen Erfahrungen um? Meine erste Reaktion war Trauer über den eingeschränkten Aktionsradius. Aber bald merkte ich, dass kein Grund zum Klagen besteht. Während ich mich anfangs mit jenen verglich, die sich besser bewegen können, fallen mir jetzt immer öfter Personen auf, die als Jüngere mit viel größeren körperlichen Begrenzungen fertigwerden müssen.

Es scheint so, als ob ich einige wichtige Lektionen lernen soll. Körperliche Fitness habe ich in der Vergangenheit geradezu als selbstverständlich hingenommen. Manchmal fehlte mir das Einfühlungsvermögen, Schwächere zu verstehen. Inzwischen übe ich mich darin, für das zu danken, was noch geht - und das ist sehr viel! Nicht zuletzt scheint mich Gott auf die Tage und Jahre vorzubereiten, von denen Salomo sagte: "Sie gefallen mir nicht." (Pred 12,1) Und schließlich erinnert es mich daran, dass es erst in Gottes neuer Welt schmerz- und leidensfrei zugehen wird.

Wilfried Krause

Quelle: Andachtsbuch des Advent-Verlags Lüneburg - mit freundlicher Genehmigung.

 

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