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Andacht vom 16.07.2014:

Schaffet, dass ihr selig werdet, mit Furcht und Zittern. Philipper 2,12b

Genau das hab ich auch schon einmal versucht, mit aller Kraft. Ein einziger Satz in einem Buch von Ellen White hatte mich sehr intensiv angesprochen und ließ mich tagelang nicht mehr los. Von heute auf morgen beschloss ich, mit ganzem Ernst und "heiliger" Begeisterung, mich nur noch vegetarisch zu ernähren. Dabei ging ich so kompromisslos vor, dass mein neuer Lebensstil einigen lieben Menschen binnen kürzester Zeit mächtig auf die Nerven ging. Das störte mich allerdings wenig, denn ich lebte in der erfreulichen Gewissheit, dem Herrn nun ganz nah und gewiss auf sein Kommen vorbereitet zu sein.

Zugegeben - das war ein schönes Gefühl. Aber nicht nur Gefühle sind von begrenzter Haltbarkeit, sondern eben auch Brachialentscheidungen. Noch viel mehr gilt das im Blick auf die eigene geistliche Leistungsfähigkeit. Wenn ich mich recht entsinne, habe ich mein "neues Leben" ganze drei Monate durchgehalten. Dann kam der Rückfall, und mit ihm auch das Ende aller "heiligen" Gefühle.

Trotz allen Einsatzes von Energie, Kondition und Durchhaltewillen hatte ich nach eigener Einschätzung total versagt. Aber ich hatte diese frustrierende Erfahrung wohl nötig, denn andernfalls wäre mir vielleicht niemals klar geworden, worum es wirklich geht bei unserem heutigen Andachtstext, den so viele gläubige Christen völlig missverstehen.

Kann etwa irgendein Mensch seine Erlösung "schaffen"? Das wäre furchtbar, denn dann wäre ich ganz sicher verloren. Je länger ich Jesus nachfolge und für ihn arbeite, desto deutlicher wird mir bewusst, dass ich jeden Tag neu mit leeren Händen vor Gott stehe und ganz und gar auf seine Barmherzigkeit angewiesen bin. Daran wird sich bis zu meinem letzten Lebenstag nichts ändern.

Aber auch die Tatsache bleibt: Zugang zu dieser Barmherzigkeit habe ich nur, wenn ich mich täglich mit aller Kraft darum bemühe, mich unter allen Umständen ganz eng an meinen Erlöser Jesus Christus zu halten und ihn niemals aus den Augen zu verlieren (Joh 15,5). Das ist der Punkt, an dem sich alles entscheidet. Und nur wenn ich dafür alle Kraft einsetze, werde ich auch die wunderbare Erfahrung erleben, die Paulus mit den Worten beschreibt: "Denn Gott ist´s, der in euch wirkt beides, das Wollen und das Vollbringen ..." (Phil 2,13) Genau diese Erfahrung wünsche ich dir und mir heute.

Friedhelm Klingeberg

Quelle: Andachtsbuch des Advent-Verlags Lüneburg - mit freundlicher Genehmigung.

 

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