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Andacht vom 17.08.2014:

Du junger Mensch, genieße deine Jugend, und freu dich in der Blüte deines Lebens! Tu, was dein Herz dir sagt und was deinen Augen gefällt! Aber sei dir bewusst, dass Gott dich für alles zur Rechenschaft ziehen wird! Prediger 11,9 (Hoffnung für alle)

Bei einer unerwarteten Einladung in eine Jugendgruppe lieh mir ein Jugendlicher seine Bibel. Ich blätterte darin und stieß auf den obigen Bibeltext. Er war dick rot unterstrichen. Was mag einen jungen Menschen bewegen, dieses Bibelwort besonders anzumerken? Freut er sich darüber, dass Gottes Wort ihn so deutlich auffordert, sich des Lebens zu erfreuen? Oder ist dieses Bibelwort ein Problem?

Ist Gott wirklich so, dass er zwar ermutigt, dem Verlangen des Herzens und der Augen freudig nachzugeben, dann aber gleich mit dem Gericht droht? Was ist das für eine Freude, die gleich durch das "Wehe, was danach kommt!" wieder vergällt wird?

Vergessen wir für einen Augenblick Gott und fragen: Beobachten wir das nicht häufig, dass Menschen durch die Suche nach der Erfüllung der Bedürfnisse ihres Herzens an den Punkt gelangen, an dem ihnen die Freude vergangen ist, weil sie enttäuscht wurden? Weil sie Schaden genommen haben an ihrer Gesundheit oder weil ihr Vergnügen auf Kosten Anderer ging und nur der bittere Geschmack der Schuld zurückblieb? Und dann kommen die Tage, von denen wir sagen: "Sie gefallen mir nicht!" (Pred 12,1b)

Was die Tage des Alters verschönt, ist die Erinnerung an die Freude in der Jugend. Alten Menschen kommt diese Erinnerung sehr deutlich, teilweise verklärt. Was aber, wenn sich nun zeigt, dass es kaum freudige Erinnerungen gibt, dass Schmerz und Schuld alles überwiegen? Warum gibt es so viele verbitterte alte Menschen? Von diesem Blickpunkt her wird deutlich, dass Gott die Freude nicht vergällen, sondern erhalten will.

Erinnerungen sind mächtig. Der Prediger Salomo wusste aus eigenem Erleben, wie sehr die Erinnerung zum Richter über frühere Entscheidungen werden kann. Was dann übrigbleibt, sind Resignation und Traurigkeit. Darum sagte er: "Denk an deinen Schöpfer in deiner Jugend." (V. 1a)

Gott möchte, dass wir die Möglichkeiten des Lebens zum Guten ausschöpfen - von der Jugend bis ins Alter. Darum ist es weise, schon in jungen Jahren zu lernen, vom Ende her zu denken und zu entscheiden. In Harmonie mit dem Schöpfer und im Vertrauen auf sein Wort ist das möglich.

Lothar Wilhelm

Quelle: Andachtsbuch des Advent-Verlags Lüneburg - mit freundlicher Genehmigung.

 

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