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Andacht vom 25.08.2014:

Denn ich bin durchs Gesetz dem Gesetz gestorben, damit ich Gott lebe. Ich bin mit Christus gekreuzigt. Galater 2,19

Vor kurzem zeigte mir ein Freund eine kleine Kostbarkeit: Ein Büchlein aus dem Jahr 1900 mit dem Titel "Sabbathschul-Lektionen über den Galaterbrief". Es gehörte seinem Großvater. Auf 40 Seiten wurden die Studien für drei Quartale dargelegt.

Ich las das Heft und war beeindruckt vom hohen Niveau und den präzisen Fragen und Antworten. Das Bibelgespräch (Sabbatschule genannt) vor der Predigt ist ein unverzichtbarer Reichtum des adventistischen Gottesdienstes.

Unser Tagestext zeigt, dass Paulus den Galatern und allen Lesern seines Briefes viel abverlangte. Das Evangelium ist kein Billigprodukt. In jenem Büchlein stand dazu: "Wenn diese Verse zuerst etwas schwierig zu begreifen sind, so ist dafür der Trost, den sie enthalten, umso größer. Wo Schwierigkeit ist, ist auch ein Schatz, und in diesen Versen ist die herrliche Gnadenbotschaft für alle Menschen."

Gnadenbotschaft? - so mögen wir fragen. Zunächst gilt: Nach dem Gesetz Gottes - wir denken hier vor allem an die Zehn Gebote - wartet auf uns nur das Todesurteil. Vielleicht nicht bei oberflächlicher Betrachtung, aber wenn wir die Deutung und Vertiefung berücksichtigen, die Jesus in seiner Bergpredigt vornahm. Das Versagen beginnt bereits im Herzen! In dem alten Büchlein heißt es dazu: "Jedes Mal, wenn wir von einem großen Verbrechen hören, können wir in Wahrheit sagen: Das würde ich auch tun, wenn mich die Gnade Gottes nicht davor bewahrte ... Kein Mensch kann sich vor einem anderen rühmen und sollte sich nicht besser oder erhabener dünken."

"... durchs Gesetz dem Gesetz gestorben" bedeutet: Das Gesetzesurteil ist vollstreckt, jedoch nicht an mir, sondern an Jesus Christus. Ich bin frei! "Durch das Gesetz nämlich war ich zum Tode verurteilt. So bin ich nun für das Gesetz tot, damit ich für Gott leben kann. Mein altes Leben ist mit Christus am Kreuz gestorben." (Gal 2,19 Hfa)

Freilich, um noch einmal zu zitieren: "Ein jeder kann wählen, wie und wann er sterben will" - entweder zur Auferstehung und ewigem Leben oder zum Gericht. Entweder nehme ich das Kreuzesopfer an, oder ich wende mich ab. Gott lässt uns die freie Entscheidung. Denn er sehnt sich nach unserer Liebe; die kann sich aber nur auf dem Fundament der Freiheit entfalten.

Dieter Leutert

Quelle: Andachtsbuch des Advent-Verlags Lüneburg - mit freundlicher Genehmigung.

 

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