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Andacht vom 01.09.2014:

Gebt allen, was ihr ihnen schuldig seid ... die Ehre, dem die Ehre gebührt. Römer 13,7 (Elberfelder Bibel)

Es sind gesellschaftliche Ereignisse, wenn Menschen oder Künstler mit Orden, Oscars oder Grammys geehrt werden. Wer Herausragendes geleistet hat, der soll auch öffentlich ausgezeichnet werden.

Dabei sollte uns bewusstbleiben, dass viele Menschen in der Gesellschaft und in der Gemeinde einen stillen bewundernswerten Dienst tun, ohne jemals geehrt zu werden. Jesus öffnete den Blick für sie, als er die Witwe mit ihrer Eurocentspende im Tempel mit den Worten ehrte: "Diese arme Witwe hat mehr gegeben als alle anderen." (Mk 12,43 NLB) Auch als eine verachtete einfache Frau seine Füße salbte, nahm er sie in Schutz und setzte ihr ein Denkmal mit den Worten: Was sie getan hat, wird nie vergessen werden (vgl. Mt 26,13).

Ich denke auch an drei Christinnen, die Männer geheiratet haben, die ständig ihre Hilfe brauchten. Der eine Mann hatte keine Arme, der andere war blind und der dritte war gehörlos. Ob die Frauen vor ihrem Entschluss, sie (trotzdem) zu heiraten, abschätzen konnten, welche Lebensaufgabe auf sie zukommen würde, weiß ich nicht. Aber ich weiß, dass alle drei treu und mit Hingabe für ihre Männer da waren und durchgehalten haben.

Auch Frauen und Männer, die sich für ihre behinderten Kinder oder pflegebedürftigen Eltern bis an die eigenen Grenzen jahrelang aufgeopfert haben, verdienen unsere Hochachtung und Wertschätzung.

Sie alle standen nie im Mittelpunkt einer Ehrung. Nur Gott weiß, mit wie viel Verzichtbereitschaft und Hingabe sie ihr Leben lang hinter ihren Lieben standen. In der Öffentlichkeit spielten sie nur eine "Nebenrolle", obwohl ihre Leistung weit über der einer Schauspielerin steht, die für die beste Nebenrolle in einem Film einen Oscar bekommt und über einen roten Teppich gehen darf. Für mich sind diese Menschen höchster Ehre wert.

Ihr Leben war und ist - bewusst oder unbewusst - ein vorbildlicher selbstverständlicher Dienst im Sinne Jesu; eine Ehrung haben sie dafür nie erwartet. Aber ich bin sicher, dass Jesus ihnen bei der Verwirklichung seiner eigenen Wesensart - der selbstlosen Liebe - Kraft vermittelt hat. Und Jesus verheißt: "Wer mir dienen wird, den wird mein Vater ehren." (Joh 12,26b)

Diese Ehrung - wie immer sie aussehen mag - gehört in den großen Rahmen der ausgleichenden Gerechtigkeit Gottes.

Harald Weigt

Quelle: Andachtsbuch des Advent-Verlags Lüneburg - mit freundlicher Genehmigung.

 

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