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Andacht vom 13.09.2014:

Und ob ich schon wanderte im finstern Tal, fürchte ich kein Unglück; denn du bist bei mir. Psalm 23,4

Viele gläubige Christen sind begeisterte Leser von Erfahrungsbüchern. Das kann ich gut nachvollziehen. Ein eigenartiges Gefühl beschleicht mich allerdings immer dann, wenn Autoren solcher Werke sich nicht nur ihrer guten Beziehung zu Gott rühmen, sondern auch exakt zu beschreiben wissen, was man tun und lassen bzw. wie man formulieren muss, damit der Schöpfer des Universums buchstäblich gar nicht anders kann, als eine bestimmte Bitte zu erfüllen.

"Ich hielt ihm seine Verheißung vor ..." ist in diesem Zusammenhang eine beliebte Formulierung. Jedesmal, wenn ich das lese, schüttelt es mich. Mit welcher Berechtigung könnten wir sündigen, sterblichen Menschen es uns jemals herausnehmen, Gott etwas "vorzuhalten"? Wie viel geistliche Arroganz offenbart sich in einer solchen Aussage! Da fühle ich mich doch viel wohler mit Davids Aussage, der voll Staunen dichtete: "Was ist der Mensch, dass du seiner gedenkst? " (Ps 8,5a), und mit dem Andachtstext aus seinem bekanntesten Psalm.

Wir haben in der Tat allen Grund, über Gottes Liebe, Treue und Barmherzigkeit zu staunen. Und wir dürfen jederzeit darauf vertrauen, dass er zu seinen Verheißungen steht. Mehr noch: Wir dürfen wissen, dass er es jederzeit und unter allen Umständen von Herzen gut mit uns meint, auch wenn wir das manchmal nicht zu erkennen vermögen. Aber er bleibt immer der souveräne, vollmächtige Gott, und wir haben kein Recht, ihm irgendwelche Ratschläge zu geben oder gar Vorschriften zu machen. Er weiß viel besser als wir, was uns wirklich gut tut und welche Wege er uns führen muss, um uns ans Ziel zu bringen.

Gott ist bei uns auch im finstersten Tal unseres Lebens - daran besteht kein Zweifel, aber in welcher Form wir seine Hilfe konkret erfahren, dürfen wir getrost ihm überlassen. Wie haben es die Freunde Daniels angesichts des Feuerofens bezeugt? "Unser Gott kann ..." - aber wie auch immer er uns führt, werden wir ihm die Treue halten, und wir wissen: Er wird uns niemals enttäuschen (siehe Dan 3,17-18).

Ich weiß nicht, was der heutige Tag dir und mir bringen wird; aber ganz gleich, was geschieht: Er wird jeden Augenblick an unserer Seite sein. Dass du und ich das keinen Moment vergessen, und ihm eben deshalb rückhaltlos vertrauen, das wünsche ich uns heute vor allem.

Friedhelm Klingeberg

Quelle: Andachtsbuch des Advent-Verlags Lüneburg - mit freundlicher Genehmigung.

 

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