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Andacht vom 20.09.2014:

Weh denen, die nachts wach liegen und Böses ausbrüten, um es früh am Morgen auszuführen, weil sie die Macht haben! Wollen sie ein Stück Land, so rauben sie es; gefällt ihnen ein Haus, so nehmen sie es. Rücksichtslos unterdrücken sie die Leute und nehmen ihnen ihr Eigentum weg. Darum sagt der HERR: "Auch ich denke mir Böses aus gegen eure ganze Sippschaft ... Es warten schlimme Zeiten auf euch!" Micha 2,1-3 (Gute Nachricht Bibel)

Der heutige Andachtstext ist nur eines von zahlreichen Drohworten, die in der Bibel mit "Weh denen ..." oder "Weh euch ..." beginnen. Was hier (zu Recht!) durch den Propheten Micha kritisiert wird, ist leider noch immer sehr aktuell. Es gibt viele Staaten mit gesellschaftlichen Strukturen, in denen Korruption, Vetternwirtschaft, Ausbeutung und Geldwäsche an der Tagesordnung sind. Leidtragende sind meist die "kleinen" Leute, die sich aus unterschiedlichen Gründen nicht wehren können, wenn sich die Starken, Mächtigen und Einflussreichen ihre "dicken Fische" an Land ziehen.

Solche Machenschaften sind an sich schon schlimm genug, doch es schmerzt umso mehr, dass sich Michas Vorwurf ausgerechnet an Israel richtet. Diesem Volk hatte Gott in seiner bisherigen Geschichte viel Liebe und Güte erwiesen. Es kannte zur Genüge all die Verordnungen und Richtlinien, mit denen Jahwe ihnen die "Spielregeln" für ein barmherziges und sozial ausgewogenes Miteinander gegeben hatte. Und geschah die Erwählung Israels nicht auch unter dem Aspekt, dass es ein "Licht für die Völker" sein sollte (Jes 49,6 NLB), also mit Vorbildwirkung "zur Nachahmung empfohlen"? Nichts davon traf zu, als der Prophet im Namen Gottes Anklage gegen das Volk erhob.

Was Jesus allerdings Jahrhunderte später in Jerusalem den Pharisäern und Schriftgelehrten zu sagen hatte, war ein vielfaches "Weh euch ...", das an Schärfe kaum zu überbieten ist (vgl. Mt 23,13-36).

All das ist lange her. Wir können die entrüsteten Zuschauer bleiben und kopfschüttelnd fragen: "Wie waren solche heftigen Entgleisungen und Missstände überhaupt möglich? " Doch angesichts der immer noch geltenden Regel "Was der Mensch sät, das wird er ernten" (Gal 6,7) sollten wir vielmehr bitten: Herr, lass mich in meinem Umfeld barmherzig sein und Gutes tun - zu deiner Ehre und zum Segen für viele Menschen!

Jürgen Schammer

Quelle: Andachtsbuch des Advent-Verlags Lüneburg - mit freundlicher Genehmigung.

 

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