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Andacht vom 20.08.2005:

Was ist ein Heiliger?

Paulus, berufen zum Apostel Christi Jesu durch den Willen Gottes, ... an die Gemeinde Gottes in Korinth, an die Geheiligten in Christus Jesus, die berufenen Heiligen samt allen, die den Namen unseres Herrn Jesus Christus anrufen an jedem Ort... 1. Korinther 1,1.2

Auf ein zugemauertes Fenster an der Hinterfront eines Hauses in der Baseler Altstadt hat ein Zeitgenosse ein Graffito gesprüht. Man sieht ein fröhliches Gesicht, schalkhafte Augen und eine witzige Strichbürstenfrisur mit drei Haaren. Auffällig an dem Gesicht ist ein breites Lachmaul. Über dem Kopf ein großer Heiligenschein. Damit alle Passanten merken, was dieses Gesicht soll, steht dazugeschrieben: HEILIGER.

Was für ein Bild machen wir uns von Heiligen? Sind sie unerreichbar korrekt, tugendhaft, fromm, vorbildlich? Gehört zu dem Bild vielleicht auch lebensfremd, streng, humorlos?

Es heißt, dass Narren und Kinder die Wahrheit sagen. Dieser Graffitizeichner stellte einerseits unsere Heiligenvorstellung in Frage und machte andererseits eine wichtige Seite des Christseins sichtbar, die, die in unserem Leben stärker zum Ausdruck kommen sollte.

Heilige sind Menschen, die sehr wohl die dunklen Seiten des Lebens und auch das Versagen kennen. Sie kennen aber auch den, der vergibt und Mut zum Neuanfang schenkt. Sie lernen durch Jesus Christus, selber "heil" zu werden. Nur Heilgewordene können heilend in den Alltag eingreifen.

Heilige sind in Dankbarkeit und Freude dem Leben zugewandt und machen anderen Mut zum Leben. Alle frommen "Lebensvermieser" und "Endzeitneurotiker" können von diesen fröhlichen Heiligen lernen. Die Atmosphäre in einer "Versammlung der Heiligen" sagt viel mehr über das Heilgewordensein als alle schönen Gebete.

Heilige sind oft unscheinbar. Das widerspricht unserer Vorstellung. Wir meinen, Heilige müssten "Tugendbolzen" oder Vorbilder wie Mutter Teresa sein, die alle Welt zur Bewunderung veranlassen. Heilgewordensein zeigt sich jedoch gerade darin, dass man sich nicht ins Rampenlicht stellen muss und sich nicht ständig Schulterklopfen wünscht. Als Heilige in Basel, Hamburg oder Salzburg dürfen wir kleine, unscheinbare, aber freudige Zeichen der Liebe, Vergebung, Anteilnahme und Menschenfreundlichkeit Gottes setzen.

Herbert Bodenmann

Quelle: Andachtsbuch des Advent-Verlags Lüneburg - mit freundlicher Genehmigung.

 

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