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Andacht vom 20.12.2005:

Gott war da - und ich hatte keine Ahnung!

Als nun Jakob von seinem Schlaf aufwachte, sprach er: Fürwahr, der Herr ist an dieser Stätte, und ich wusste es nicht! 1. Mose 28,16

Das Richterbuch berichtet von einer erschreckenden Entdeckung Simsons. Er, der starke Mann, der Stadttore aus den Angeln heben und Seile wie Zwirnsfäden zerreißen konnte, musste eines Tages entsetzt feststellen, dass seine längst sprichwörtlich gewordene Kraft von ihm gewichen war. Doch die tiefere Ursache dieser Katastrophe blieb ihm zunächst verborgen. "Er wusste nicht, dass der Herr von ihm gewichen war." (Ri 16,20)

Ist es möglich, in der Einbildung der helfenden Gegenwart Gottes zu leben und sich darin zu täuschen?

Im Gegensatz dazu steht die Erfahrung, die Jakob auf dem Feld bei Bethel machte, als er sich auf der Flucht vor seinem Bruder Esau befand: "Fürwahr, der Herr ist an dieser Stätte, und ich wusste es nicht!" Jakob glaubte, mit Recht von Gott verlassen zu sein. Er hatte seinen alten, blinden Vater schändlich getäuscht und betrogen und sich so den Segen erschlichen, den der Vater seinem Bruder Esau zugedacht hatte. Als er von den Rachegedanken seines Bruders erfuhr, blieb ihm nichts, als schleunigst zu fliehen. Und während er auf einsamem Feld sein dürftiges Nachtlager aufschlug, wurde ihm seine Schuld bewusst. Mit solch einem Betrüger konnte Gott unmöglich gehen. Dieses Wissen verstärkte seine Einsamkeit.

Da hatte er den Traum von jener Leiter, welche die Erde mit dem Himmel verband, und Gott selbst sicherte ihm Führung und Bewahrung auf seinem weiteren Wege zu.

Für uns ergibt sich die Frage, warum der Herr dem Jakob nahe war und nicht dem Simson. War er besser als Simson? Sind Betrug und Lüge nicht ebenso verwerflich wie das Brechen eines Gelübdes und ein zügelloses Leben? Wo liegt der entscheidende Unterschied? Der Prophet Jesaja schreibt, dass der Herr bei denen wohnt, "die demütigen und zerschlagenen Geistes sind" (jes 57,15) - und genau das ist der Punkt, auf den es ankommt: Jakob fühlte sich elend und erbärmlich, Simson aber sicher und stark. Wo ein Mensch seine Schwäche erkennt, da ist Raum für Gottes Gegenwart und Kraft.

Wie steht es um dich? Ist in deinem Leben Raum für Gottes Gegenwart und Kraft?

Wolfgang Hartlapp

Quelle: Andachtsbuch des Advent-Verlags Lüneburg - mit freundlicher Genehmigung.

 

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