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Andacht vom 05.07.2006:

Von Schimmelpilzen, Sündenstaub und andern Keimen

Wenn jemand sündigt, so haben wir einen Fürsprecher bei dem Vater, Jesus Christus, der gerecht ist. 1. Johannes 2,1

Das Bild von der Sünde als Hausstaub, von dem gestern die Rede war, zeigt nicht die ganze Wirklichkeit. Es handelt nämlich nur von der Sünde, die von außen auf uns einstürmt und durch die Fenster der Sinne in unser Denken und Fühlen einzudringen versucht. Zahlreiche Erlebnisse im Alltag öffnen uns jedoch die Augen für eine tiefere und erschreckende Erkenntnis. Deshalb brauchen wir ein zweites Bild, das vom Schimmelpilz. Wer meint, in Folie eingeschweißtes Brot sei unbegrenzt haltbar und sich deshalb mit größeren Mengen eines Sonderangebotes eindeckt, wird eine böse Überraschung erleben. Ganz gleich, wie viel Vorsicht die Bäckereien auch walten lassen, es braucht nur eine einzige Spore in die luftdichte Verpackung zu geraten und schon bald blüht grün-weißer Schimmel auf dem Brot.

Ähnlich ist es auch in unserem Leben. Sünde herrscht nicht nur außerhalb von uns. Ihre Sporen sitzen uns tief in den Knochen - und wie leicht werden sie aktiv, beginnen erneut zu wachsen und verderben unsere Gedanken, Absichten und Gefühle.

Wer meint, er sei in die "Folie des Heiligen Geistes" eingeschweißt und darum könne in ihm nichts Böses aufkeimen, der irrt gewaltig. So mancher "Heilige" gerät in tiefe Depressionen, wenn er eines Tages feststellt, dass er trotz intensiven Gebets und Bibellesens voller Sünde steckt. Oder er merkt erschrocken, dass Lieblosigkeit und Rechthaberei sein Leben vergiften.

Unsere Welt ist eben nicht steril und wir bleiben es auch nicht. Solange wir nicht als neue Menschen auf Gottes neuer Erde wohnen, werden wir mit der Sünde zu tun haben - sowohl als Staub, der um uns herum aufwirbelt, als auch als giftige Keime, die tief im Inneren ihr zerstörerisches Werk tun. Deshalb brauchen wir nicht nur die Taufe als Generalreinigung, sondern auch den täglichen Hausputz durch unseren Erlöser Jesus Christus. Und wir brauchen das innere Feuer des Glaubens und der Liebe, um die schädlichen Sporen im Denken, Fühlen und Wollen abzutöten. Dann können wir leichter durch den Tag gehen und brauchen nicht zu resignieren, wenn jemand mit dem Finger über unser Leben fährt und uns die Staubspur vor Augen hält.

Siegfried Wittwer

Quelle: Andachtsbuch des Advent-Verlags Lüneburg - mit freundlicher Genehmigung.

 

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