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Andacht vom 04.07.2006:

Ganz ohne Priester

Wenn wir aber unsere Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und reinigt uns von aller Untugend. 1. Johannes 1,9

Jedem Christen ist klar: Nur Gott kann uns gründlich vom Schmutz der Sünde reinigen. Das bedeutet jedoch nicht, dass uns das Problem Sünde nichts mehr angeht. Solange wir auf dieser Erde leben, werden wir damit zu kämpfen haben. Mit der Entscheidung, Christ zu werden, hat Gott uns nämlich keineswegs in einen "sündenfreien" Raum versetzt.

Manche Christen meinen, man brauche nur die Lebensmöbel mit der Plastikfolie des Heiligen Geistes abzudecken, um sündlos leben zu können. Aber Staub kriecht durch alle Ritzen und Fugen. Selbst wenn Gott uns in Folie einschweißen würde, würden wir wieder Löcher bohren, durch die das Böse eindringt.

Niemand kann sich so von der Umwelt abschotten, dass er nicht mehr mit der Sünde in Kontakt kommt. Wer nach einer Zeitschrift greift, dessen Blick wird auch auf den Schund fallen, der sich massenhaft in den Regalen stapelt. Wer Nachrichten hört, wird mit Informationen über Gewalt, Gemeinheiten und Skandale überschüttet. Und auch am Arbeitsplatz, im Straßenverkehr oder in der Familie geraten wir in Situationen, in denen genügend Sündenstaub aufgewirbelt wird. Leider sehen wir den meist nicht sofort. Doch wenn der Lichtstrahl der Heiligkeit Gottes durch unser Leben flutet, werden auch die kleinsten Sündenpartikel sichtbar.

Wer sich unter Menschen begibt, schwebt also ständig in Gefahr zu sündigen - und sei es nur durch negative Gedanken und Gefühle anderen gegenüber. Gerade sie sind die feinen Staubpartikel, die sich in allen Ecken und Winkeln unseres Lebens absetzen. Davor schützt uns nicht einmal der Rückzug in eine fromme Umgebung. Auch dort haben wir mit unseren sündigen Gedanken und Gefühlen zu tun. Sie sind der Hausstaub unseres Lebens. "Wenn wir sagen, wir haben keine Sünde, so betrügen wir uns selbst, und die Wahrheit ist nicht in uns." (1 Jo 1,8) Mit diesen Worten nimmt uns Johannes alle Illusionen über hausgemachte Heiligkeit. Es ist also besser, wenn wir zugeben, dass wir mit der Sünde einfach nicht fertig werden, und wenn wir Jesus bitten, bei uns sauber zu machen. Nicht nur einmal im Leben, sondern jeden Tag aufs Neue.

Siegfried Wittwer

Quelle: Andachtsbuch des Advent-Verlags Lüneburg - mit freundlicher Genehmigung.

 

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